Auto-Assistenzsysteme

Autopilot an Bord

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KONSUMENT 3/2012 veröffentlicht: 20.02.2012

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Eigentlich fährt das Auto seit Jahrzehnten ziemlich problemlos, die längste Zeit davon auch noch ohne Elektronik. Heute, da immer mehr Elektronik zur Verfügung steht, will diese auch im Auto angewendet werden. Die Sinnhaftigkeit von Antiblockiersystemen, Stabilitätsprogrammen, jeglicher Art von Schleuderkontrolle und Airbags wird wohl niemand infrage stellen.

Sind sie das Geld auch wert?

Darüber hinaus beginnen aber schon die Zweifel. Wie weit bringen elektronische Systeme, die etwa dem Komfort dienen, womöglich mehr Ablenkung für den Fahrer als Sicherheitsgewinn? Funktionieren sie überhaupt ausreichend verlässlich, dass sie eine Hilfe darstellen? Sind sie das Geld, das sie zusätzlich kosten, auch wert?

ABS und ESP verpflichtend

Die ersten Assistenzsysteme tauchten Mitte der 1980er-Jahre auf. Es handelte sich überwiegend um Einrichtungen, welche die aktive Sicherheit des Fahrzeugs unmittelbar erhöhen sollten: zuerst das Antiblockiersystem (ABS), bald auch Fahrdynamiksysteme wie das ESP (= Elektronisches Stabilitäts-Programm). 2004 haben sich die europäischen Autohersteller verpflichtet, nur mehr Pkw mit ABS anzubieten.

Seit 1. November 2011 gilt für Pkw-Modelle, die neu typisiert werden, auch ESP-Pflicht; somit kann es noch mehrere Jahre dauern, bis tatsächlich keine Pkw ohne ESP mehr in den Auslagen stehen. Derzeit findet man am Markt noch etliche Modelle, die nicht mit ESP erhältlich sind, auch nicht gegen Aufpreis.

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Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
3 Stimmen

Kommentare

  • Let the robots drive
    von Wos_wor_mei_Leistung? am 14.03.2012 um 12:11
    Ziemlich zeitgleich zu Ihrem Artikel hat das amerikanische Technik- und Medienmagazin WIRED (2/2012 - US-Ausgabe) eine Titelgeschichte über Autos ohne Fahrer gebracht Let the robot drive . Neben der Beschreibung der technischen Hilfsmittel, die Fahrer unterstützen bzw. ersetzen, neben dem Forschungsstand zum Google-Auto stellt der Artikel am Ende soziale und rechtliche Fragen: Ist im selbst fahrenden Auto dem „Lenker“ SMS und telefonieren erlaubt? Wer zahlt das Strafmandat, wenn die Polizei den Wagen wegen eines Fehlers an den Straßenrand winkt? Zahlt der Hersteller, zahlt der Händler, zahlt der Eigentümer? Wer ist verantwortlich? Der Artikel deutet auch an, dass die Hersteller technisch vieles schon könnten, aber deren Rechtsabteilungen auf der Bremse stehen, schließlich baut die Straßenverkehrsordnung auf einem verantwortlichen Fahrer auf. Lesenwert. Der ganze Artikel: http://www.wired.com/magazine/2012/01/ff_autonomouscars/all/1
  • Probefahrt genügt nicht
    von zangerleroland am 02.03.2012 um 08:01
    Ich hatte zweimal die Gelegenheit ein Mietauto mit diesen Fahrassistenzsystemen länger zu fahren. Adaptiver Tempomat: Die Nutzung erfordert Vertrauen in diese Technik. Erst nach mehrmaligen Autobahnfahrten sowie Staufahrten, lernt man diese Funktion sehr zu schätzen. Insbesondere im Stau in der Stadt ist das toll (Automatik vorausgesetzt). Das Auto fährt ganz alleine. Nur nach einem Stillstand von mehr als 10 Sekunden (z.B. Ampel), muss man nur das Gaspedal kurz antippen, um die Funktion wieder zu aktivieren. Problematisch ist diese Funktion im Kreisvekehr, da das vorausfahrende Auto plötzlich aus dem Radarbereich des Systems verschwindet und das Auto abrupt beschleunigt. Dito in sehr engen Kurven. Insgesamt aber toll! Vor allem auch dank der Notbremsfunktion (erfordert allerdings auch Vertrauen in die Technik) Leider meist nur in Oberklasse. Viele Modelle verfügen über side assist und Totwinkelassistenz, aber nicht über den adaptiven Tempomaten. Bei einer Probefahrt kann man diese Funktion nicht ausreichend testen. Toter Winkelassistent: Blick über die Schulter ist sowieso notwendig. Daher nur beschränkt sinnvoll, vor allem für Vielfahrer. Side assist: Das Rütteln im Lenkrad ist eher störend. Ausnahme sind Systeme die automatisch gegenlenken. Das ist toll. Automat. Tempolimitanzeige: Meistens ist ein NAVI dafür erforderlich. Eine gute Funktion, aber aufgrund der weiterhin hohen NAVI Kosten für Private nicht erschwinglich. Head-up Display: Vor allem in Verbindung mit den Assistenzsystemen und NAVI toll. Aber für Private ein Luxus.
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