Bahnfahren

Fahrgäste zweiter Klasse

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Konsument 11/2008 veröffentlicht: 18.10.2008

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Unsere Bahn ist eines der wenigen Unternehmen, das seine Kunden offen in Klassen einteilt und sich den Unterschied bezahlen lässt. Doch auch für den gleichen Preis gibt es mitunter unterschiedliche Leistungen.

Neue Dreiklassengesellschaft ab Dezember 2008

Premium-, First- und Economy-Class heißt ab Dezember 2008 die neue Dreiklassengesellschaft der ÖBB. Dann nehmen die ers­ten railjets, die neuen Fernverkehrszüge der ÖBB, ihren Betrieb auf. In allen anderen Zügen bleibt es bei den eingeführten Bezeichnungen 1. und 2. Klasse. Seit sechs Jahren gibt es auch beim Warten eine ­Klassengesellschaft: Fahr­gästen der Ersten Klasse stehen luxuriöse Lounges mit Gratis-Kaffee, ­Knabbereien und Zeitungen zur Verfügung. Solche Lounges sind aber nur in einigen großen Bahnhöfen (Wien West und Wien Süd, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck und Linz) vorhanden, Graz soll heuer noch folgen. Wer anderswo erstklassig zusteigt, muss ohne Gratiskaffee mit dem normalen Volk warten.

Unterschiedlich erstklassig

Doch nicht überall sind die Klassen­unterschiede durch Ausstattung und Preis definiert. Aufgrund der Langlebigkeit der Bahnwaggons variiert die ­Wagenqualität. Auch wenn 1. Klasse draufsteht, kann sehr Unterschiedliches drinstecken. Das ­Durchschnittsalter des Fuhrparks im Fern­verkehr liegt derzeit bei 22 Jahren, und der Qua­litätsunterschied zwischen Erste-Klasse-Wagen auf der West- und der Südbahn gibt immer wieder Anlass zu Klagen von Südbahn-Reisenden.

Auf manchen Strecken werden im Zug ­keine Fahrkarten mehr verkauft. Wer auf einer dieser 19 Selbstbedienungsstrecken (eine Übersicht finden sie hier ) ohne Fahrkarte unterwegs ist, muss mit ­einer „Kontrollgebühr“ in Höhe von 60 Euro rechnen. Überall sonst kann die ­Fahrkarte gegen 3 Euro Aufpreis im Zug erstanden werden.

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Bild: VKI