Bahnfahren: Vorteilscard

Vorteile für Stammkunden

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KONSUMENT 4/2014 veröffentlicht: 27.03.2014, aktualisiert: 24.07.2014

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Vorteilscards, Österreichcards, Streckenkarten, Jugendtickets – es gibt viele Angebote, die das regelmäßige Bahnfahren preislich schmackhaft machen.

Ist Bahnfahren teuer? Ja, wenn man ein ­Normalpreisticket kauft: Wien–Salzburg um 49,90 Euro ist viel. Doch für Menschen, die regelmäßig mit der Bahn fahren, gibt es ­günstigere Alternativen. - Erfahrungen unserer Abonnenten mit der Bahn lesen Sie auch in unserem KONSUMENT-Forum Bahn und öffentlicher Verkehr.

Vorteilscards berechtigen dazu, ein Jahr lang um 45 bis 50 Prozent ermäßigt Bahntickets zu kaufen. Mit einer Österreichcard, der Jahreskarte der ÖBB, kann das ganze Jahr beliebig viel Bahn gefahren werden. Für Pendler bieten Verkehrsverbünde, ÖBB und Westbahn Stre­ckenkarten. Rund eine Million Vorteilscards und Österreichcards sind laut ÖBB im Umlauf. Genaueres will man aus Wett­bewerbsgründen nicht sagen. Nach den ­Angaben der Verkehrsverbünde dürften österreichweit pro Jahr etwa 3 Millionen ­Wochen-, Monats- und Jahresstreckenkarten verkauft werden.

Vorteilscard: Zum halben Preis reisen

Die Vorteilscard für junge Menschen und für eine Person ab 15, die mit einem oder zwei Kindern reist, ist mit 19 Euro sehr günstig. Senioren (ab 61 Jahre) zahlen dafür 29 Euro. Alle an­deren Erwachsenen benötigen eine Vorteilscard Classic um 99 Euro. Seit Jänner 2014 können Vorteilscards auch im Internet ­bestellt werden. Bei der ÖBB-Privatbahn-Konkurrenz Westbahn ist der ÖBB-Halbpreis gleich Standardpreis, ohne dass eine Vorteilscard benötigt wird. Hier kostet Wien–Salzburg 25 Euro. Allerdings verkehrt die Westbahn nur auf der Westbahnstrecke ­zwischen Wien und Salzburg.

Österreichcard der ÖBB

Mit der Österreichcard, der Jahreskarte der ÖBB, kann auf dem über 5.700 km langen Schienennetz in Österreich ein Jahr lang beliebig oft Bahn gefahren werden. Österreichcards gibt es in vier Varianten, jeweils für die 1. und 2. Klasse: Classic, Familie, Junior, Spezial. Sie kosten zwischen 999 und 1.750 Euro und gelten nicht nur in allen ÖBB-Zügen, sondern auch bei den meisten Privatbahnen.

  • Einfach einsteigen: Mit der Österreichcard kann man einfach in den Zug steigen. Man muss keine Zeit für den Ticketkauf einkalkulieren – was etwa dann von Vorteil ist, wenn der einzige Fahrkartenautomat nicht am Abfahrtsbahnsteig steht. Und man muss auch nicht rechtzeitig an das nötige Kleingeld für den Fahrkartenauto­maten denken.
  • In Raten zahlen: Jede Österreichcard kann auch zinsenfrei in monatlichen Raten bezahlt werden. Zu beachten ist: Österreichcards und Vorteilscards sind während ihrer Laufzeit nicht stornierbar. Obwohl das Gesetz grundsätzlich vorgibt, dass Zeitkarten während der Laufzeit kündbar sein müssen, wie die Schienen-Control kritisch anmerkt.
  • Kostenlose Reservierung: Mit einer Österreichcard sind Sitzplatzreservierungen für die 1. und 2. Klasse kostenlos. Allerdings nicht mehr in Nachtzügen. Gibt es freie Plätze in der 1. Klasse, so ist um 7 Euro beim Zugpersonal ein Upgrade von der 2. auf die 1. Wagenklasse möglich.

Ermäßigung für Auslandsstrecken

Österreichcards und Vorteilscards berechtigen zur 25-Prozent-RailPlus-Ermäßigung bei Fahrten ins Ausland für die Auslandsstrecke. Tickets von Österreich zu vielen ­Destinationen im Ausland können Österreichcard-­Inhaber an einer ÖBB-Personenkasse oder über den ÖBB-Ticketshop im Internet kaufen. Dabei muss im Internet als Ermäßigung „Österreichcard“ eingegeben werden. So bleibt der Streckenteil in Österreich kostenfrei und für den Teil im Ausland werden 25 Prozent RailPlus-Ermäßigung ­berechnet.

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Kommentare

  • Gute Frage!
    von ramchenka am 17.07.2014 um 14:23
    Ich gebe Herrn Weißmann vollkommen Recht - zwar sind die Verdienste unserer älteren Mitbürger sehr in Ehren zu halten, dennoch sind andere Personengruppen (wie eben Familien) mindestens genauso, wenn nicht erheblich "bedürftiger" bei der Berücksichtigung von Preisnachlässen.
Bild: VKI