Bahnreisen

Schlaflos in Attnang-Puchheim

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KONSUMENT 8/2011 veröffentlicht: 18.07.2011

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Nachtzug statt Hotelzimmer – diese Option ist immer ­seltener möglich. Und bei Beschwerden ist man auf die Kulanz der ÖBB angewiesen.

Ende Dezember 2010 fror ein Fahrgast in ­einem Schlafwagenabteil des Nachtzuges Wien–Venedig bei etwa vier Grad. Die Heizung war ausgefallen. Der Betroffene wandte sich an die Schlichtungsstelle der Schienen-Control. Auf deren Intervention wurden dem Beschwerdeführer 40 Prozent des Ticket­preises refundiert. Und Anfang Juni 2011 fuhr Armin Thurnher, Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung „Falter“, zur Eröffnung der Bien­nale nach Venedig und konnte danach von ausgefallener Klimaanlage und 50 Grad im Schlafwagen berichten. Solche Extrem­erlebnisse sind keine Werbung für das Schlaf- und Liegewagen-Angebot, das infolge der Billigflug-Konkurrenz in den letzten Jahren ohnehin ausgedünnt wurde.

Liegen oder Schlafen

Züge mit Schlaf- oder Liegewagen zum gewünschten Reiseziel lassen sich in der elektronischen Fahrplanauskunft der ÖBB eruieren. Start- und Zielbahnhof eingeben -> erweiterte Suche/Weitere Optionen: Direktverbindung mit Schlaf-/Liegewagen. Nachtzüge mit Liege- und Schlafwagen gibt es von Wien nach Bregenz sowie nach Italien (Florenz/Rom, Venedig und Verona/Mailand), nach Deutschland (Hamburg, Frankfurt/Köln und Berlin), in die Schweiz (Zürich) und nach Polen (Warschau, Krakau). Weiters verkehren Kurswagen nach Kroatien, Serbien, Slowenien, Tschechien, ­Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Russland, Weißrussland und in die Ukraine.

Qualitätsschwankungen bei Liege- und Schlafwägen

Liegewagen-Abteile werden für vier oder sechs Personen angeboten. Die Waschräume befinden sich am Gang. Komfortabler und privater ruht man im Schlafwagen: nur ein bis vier Betten, Waschbecken im Abteil. Die Kategorie „DeLuxe“ bietet sogar WC und Dusche im Abteil. Bei den Liegewagen sind unterschiedliche Baujahre im Einsatz, bei den Schlafwagen vier unterschiedliche Bauarten. Diese Unterschiede werden von Fahrgästen als Qualitätsschwankungen erlebt.

Multifunktionswägen für Rollstuhlfahrer

Auf den Strecken Wien–Hamburg, Wien–­Zürich und Villach–Wien–Prag–Berlin–­Hamburg setzen die ÖBB Multifunktions­wagen ein, die es Passagieren im Rollstuhl ermöglicht, mit Begleitperson in einem Liege­wagenabteil zu verreisen. Die Abteile sind mit je zwei Liege- und zwei Sitzplätzen ausgestattet.

Berichten Sie uns

Welche Erfahrungen haben Sie bei Bahnreisen im Liege- oder Schlafwagen gemacht? Schreiben Sie an unsere Postadresse oder an leserbriefe@konsument.at. Zum Thema ÖBB finden Sie auf www.konsument.at/forumoebb auch ein Forum für Bahnkunden.

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Kommentare

  • Fan
    von Wurth96 am 23.08.2011 um 09:24
    Ich liebe es mit dem Nachtzug zu fahren. Ja, manchmal ist es zu heiß oder zu warm, aber in mind. 90% der Fälle klappt alles sehr gut. Einzig mehr Kontrolle der Nachtruhe wünsche ich mir. Lärmende, besoffene Nachbarn können die Fahrt verderben.
  • Überschrift
    von wks am 28.07.2011 um 15:10
    Was hat der Artikel mit Attnang-Puchheim zu tun?
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