Bahntarife: Sonderangebote

Abfahren auf Billig-Tickets

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KONSUMENT 6/2012 veröffentlicht: 24.05.2012, aktualisiert: 05.07.2012

Inhalt

Die ÖBB und nun auch die WESTbahn machen mit ihren zahlreichen Sonderangeboten das Bahnfahren zur Schnäppchenjagd.

Bereits über 1,6 Millionen Personen besitzen laut ÖBB eine Vorteilscard. Diese ein Jahr gültige Stammkundenkarte verbilligt Fahrten in Zügen der ÖBB und bei vielen lokalen Privatbahnen um 45 bis 50 Prozent, das in der Vorteilscard inkludierte Railplus vergünstigt grenzüberschreitende Bahnreisen um 25 Prozent. Die seit Dezember 2011 zwischen Wien und Salzburg verkehrende WESTbahn GmbH verlangt für ihre Tickets generell nur den Preis des 50-Prozent-Ermäßigungstarifs der ÖBB. Für Gelegenheitsfahrer ohne ÖBB-Vorteilscard werden WESTbahn-Züge dadurch besonders attraktiv.

Kilometerbanken

Der neue Bahnbetreiber bietet auch Kilometerbanken (im Voraus gekaufte Bahnkilometer) an. Damit reduziert sich etwa der Fahrpreis Wien–Salzburg von 23,80 auf 23,14 Euro (1.000-km-Bank), auf 22,51 Euro (5.000-km-Bank) bzw. auf 21,87 Euro (10.000-km-Bank). Auch mit gelegentlichen Sonderaktionen brachte sich die WESTbahn ins Gespräch, etwa mit Billigtickets für Samstag und Sonntag. Die ÖBB hält mit ihren SparSchiene-Tickets und einer Reihe von Sonderangeboten dagegen. Bahnkunden können sich freuen.

Lizenz zur Ermäßigung

50 Prozent Ermäßigung gibt es für ÖBB-Vorteilscard-Besitzer beim Ticketkauf in Selbstbedienung: am Fahrkartenautomat, via Internet und Handy. Wer sein Ticket an der Kasse am Bahnhof, im Callcenter (Tel. 05 17 17) oder in Fernzügen beim Schaffner kauft, erhält nur 45 Prozent Ermäßigung (im Nah- und Regionalverkehr verkaufen die ÖBB keine Tickets mehr im Zug). Eine Vorteilscard Classic kostet 99,90 Euro jährlich. Aber es geht auch günstiger: Die Vorteilscard Familie (für Eltern, deren Kinder unter 15 Jahre sind) und die Vorteilscard <26 (für junge Menschen bis zum 26. Geburtstag) kommen auf 19,90 Euro. In ihrer Mobilität eingeschränkte oder blinde Menschen können altersunabhängig die Vorteilscard Spezial um 19,90 Euro bzw. die Vorteilscard Blind um 18,90 Euro kaufen. Personen ab dem 60. Lebensjahr (Frauen wie Männer) zahlen für die Vorteilscard Senior 26,90 Euro.

Vergünstigungen durch Vorteilscards

Mit der ÖBB-Vorteilscard-Familie fahren die Eltern zum Halbpreis und Kinder kostenlos, wenn mindestens ein Elternteil und ein Kind gemeinsam reisen. Einige Bundesländer, nämlich Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol, bieten günstige Kombinationen von ÖBB-Vorteilscard-Familie und Familienpass des jeweiligen Bundeslandes. So kostet die Vorteilscard Familie im Burgenland 9,90 Euro, in Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol gar nichts. In den Sommerferien bieten seit einigen Jahren sowohl die ÖBB als auch die meisten Verkehrsverbünde für ihr Verbundgebiet den Jugendlichen günstige Sommertickets an (www.postbus.at/de/Fahrkarten/Ferientickets).

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Bewertung

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Kommentare

  • Minimax Tarif gekippt - Gruppenreisen stark verändert
    von inspruckner am 06.09.2012 um 21:16
    Leider wurde der beliebte Minimax-Tarif gekippt und der Gruppentarif stark "vereinfacht" - gleichzeitig die Preise angehoben. In der Presseaussendung liest sich das so: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120614_OTS0152/oebb-neue-tarifgestaltung-ab-2-juli-2012 In diversen anderen Artikeln schon mal ganz anders: http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1269328/OeBBTarifreform_Vorteilscard-wertlos-bei-Gruppenreisen Für die ÖBB wird alles einfacher - und für den Durchschnittskunden teurer - eine gelungene Reform.
  • Oooopss...
    von NETclub50plus am 21.06.2012 um 12:53
    ...sehe gerade, dass der oben von mir angerissene Aspekt ohnehin im Artikel erwähnt ist (hatte mich bei der sonstigen Gründichkeit der KONSUMENT-Redkation auch schon gewundert). Habe lediglich nicht wahrgenommen, dass es da noch eine Bildschirmseite zu lesen gab. Apropos: DAS kann bei Online-Buchung von Fahrkarten fatal werden. Befindet man sich beispielsweise unmittelbar vor Abschluss der Ticketbestellung und blättert dann nochmals zurück (etwa um sich zu vergewissen, dass man eh alles wunschgemäß ausgefüllt hat), dann verschwinden beim erneuten Klick auf "Weiter" manche, zuvor eingegebene Daten, wie etwa der Wunsch nach Sitzplatzreservierung. Das muss dann umständlich per Telefon nachgeholt werden. Noch ein Tipp: Wer Sitzplätze reserviert, sollte darauf achten, eine DIREKTVERBINDUNG zu wählen. Denn die Reservierung (zumindest bei Auslandsreisen) wird offenbar PRO BENUTZTEM ZUG und/oder Bahngesellschaft fällig. So musste ich bei einer bereits vor einiger Zeit durchgeführten Prag-Reise für eine Richtung 6 Reservierungen (für insg. 3 Personen) bezahlen, da einmal umgestiegen werden musste.
  • OHNE "Vorteils"card kann man BILLIGER reisen als mit
    von NETclub50plus am 21.06.2012 um 12:28
    ... was leider von den Medien und schon gar von den Konsumenten meist übersehen wird. Kein Wunder: Die ÖBB ist - offensichtlich erfolgreich - bemüht, diese Tatsache werblich zu verschleiern. Auch ich erhielt erst auf dreimaliges, hartnäckiges Nachfragen bei der ÖBB die Bestätigung für diesen Sachverhalt. Ein simples Beispiel mag das verdeutlichen: Reise nach Prag, 2 Erwachsene, 1 Kind (9) Jahre, einfache Fahrt, 2. Klasse. Soeben (21. Juni) für Reisetermin bereits nächste Woche (29. Juni) abgefragt. Das Ergebnis: Reise ohne Vergüngstigung für 3 Personen: 156,60 Euro. Reise mit "Vorteils"card: 116,10 Euro. Reise bei Buchung einer fixen Verbindung (ohne oder mit "Vorteils"card): 58 Euro. Das heißt, bei Buchung einer fixen Verbindung ("Zugbindung")spart man auch ohne "Vorteils"card gegenüber der Buchung mit einer solchen die HÄLFTE. Woher kommt der Unterschied? Bei der Buchung MIT Vorteilscard kann man eine beliebige Verbindung am Reisetag wählen, bei einer "fixen" Buchung wählt man bereits den konkreten Reiseitpunkt (Zug) dieses Tages aus und kann danach nicht mehr wechseln. Na und? Wer etwa in den Urlaub oder zu einem beruflichen Termin reist, weiß ohnehin im vorhinein, wann er abfahren bzw. ankommen will/muss. Außerdem wird man zumindest bei längeren Reisen ohnehin auch eine Platzreservierung vornehmen, die dann nur für den jeweiligen, konkreten Zug gilt, auch mit "Vorteils"card. Verpasst man ihn, kann man zwar mit dem nächsten fahren, muss dann aber u. U. Stunden stehen ... Heißt unterm Strich: RECHTZEITIGE Buchung via INTERNET (die Preise steigen, wie bei den Billigfliegern auch, mit Herannahen des Reisetermins) UND Wahl einer konkreten Verbindung kann man ganz ohne Zusatzkosten einer "Vorteils"card bis zu 50 % des Reisepreises im Vergleich zum "Vorteils"preis und bis zu zwei Drittel vom regulären Preis sparen! Fakten sind für die Redaktion oder interessierte Konsumenten jederzeit unter www.oebb.at per Fahrplan/Preisabfrage nachzuvollziehen. Aber bitte aufpassen: Die Ergebnisseite mit dem Preisen ist (absichtlich?) so gestaltet, dass auch die Billigpeise zuerst unter der Überschrift "Preise mit VORTEILScard" aufscheinen, obwohl eine solche eben nicht erforderlich ist die ersten beiden Zeilen im Ergebnisschirm geben die Preise mit und ohne "Vorteils"card an, erst darunter wird es wirklich interessatn ... :-)
Bild: VKI