Billig-Airlines

Marktübersicht: Im Preis-Tiefflug

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Konsument 10/2005 veröffentlicht: 15.09.2005

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  • Je früher gebucht wird, desto günstiger
  • Passagiere müssen pünktlich sein
  • Positive Erfahrungen überwiegen

 

Guter Preis

Die Preise fürs Fliegen sind in den letzten Jahren gefallen. Neue Fluggesellschaften drängen mit Kampfpreisen auf den Markt. Diese Billig-Linien haben, so zeigt unser Vergleich, meist wirklich  günstige Angebote. In Kauf nehmen müssen Fluggäste eingeschränkten Service und strenge Pünktlichkeitsvorschriften. Und früh buchen zahlt sich aus.

Wenig Service

Um Kosten zu sparen, sind Billig-Airlines straff organisiert und verzichten auf vieles, was Reisenden lieb, aber teuer geworden ist. Buchen kann man nur über Internet oder bei einem Call-Center. An Bord müssen Speisen und Getränke bezahlt werden (außer bei Air Berlin/Niki und Condor). Aber: Auch die etablierte Konkurrenz fährt innerhalb Europas den Bordservice mehr und mehr herunter.


Bei Billig-Airlines kosten Flugtickets deutlich weniger als bei herkömmlichen Fluggesellschaften, vor allem für Frühbucher.

Verpflichtende Pünktlichkeit

Angesteuert werden oft  kleinere oder abgelegene Airports mit niedrigen Start- und Landegebühren. Reisende müssen dadurch weitere Anfahrts- und Transferwege in Kauf nehmen. Die Flugpläne sind sehr dicht, die Maschinen verbringen weniger Zeit am Boden. Deswegen gibt es oft keine Kulanz, wenn Passagiere auch nur um Minuten nach der vorgeschriebenen Zeit beim Check-in erscheinen. Anschlussflüge werden oft nicht abgewartet. Billig-Airlines punkten vor allem auf Kurzstrecken innerhalb Europas.

Sicherheit wie bei den "Grossen"

Ob teuer oder günstig: Nicht sparen dürfen Airlines bei der Sicherheit. Alle in der EU tätigen Fluggesellschaften unterliegen den gleichen Sicherheitsrichtlinien sowie den Wartungsvorschriften der Flugzeughersteller. In der Unfallstatistik sind Billig-Airlines bisher nicht negativ aufgefallen. Laut BAAA (Bureau d’Archives des Accidents Aéronautique) ist das Risiko eines Unfalls mit dem Flugzeug einer Chartergesellschaft 17 Mal höher als bei Linienflügen.

19 Euro: die Ausnahme

Seriösen Schätzungen zufolge haben sparsam wirtschaftende Fluglinien Kosten von rund 80 Euro je Stunde Flugzeit und Passagier. Mit Tickets um 19 bis 29 Euro lässt sich also kein Gewinn erzielen. Dementsprechend rar sind sie auch. Bei unserer Untersuchung kamen uns derartige Schnäppchen nur ein einziges Mal unter.

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