Biosprit: Vorteile - Nachteile

Verschlingt viel fossile Energie

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KONSUMENT 11/2012 veröffentlicht: 25.10.2012, aktualisiert: 28.11.2012

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E 10: Die Beimischung von Agrotreibstoffen (bzw. Biokraftstoffen) wurde lange Zeit als elegante Möglichkeit gesehen, die Erdölabhängig­keit zu verringern und die Treibhausbilanz zu verbessern. Doch die Vorteile von Biosprit scheinen zu gering und die Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion ist zu groß. - Tipp: Lesen Sie auch die Reaktionen am Ende des Artikels.

Die EU rudert zurück, das Thema E10 ist ­vorerst vom Tisch. Benzin mit zehn Prozent Alkohol-Beimengung wird also in Österreich so schnell nicht kommen. Einerseits wird dessen ökologische Sinnhaftigkeit stark angezweifelt, andererseits handelt es sich auch wirtschaftlich um ein sehr heikles Thema. Ganz abgesehen davon gibt es Motoren, die den erhöhten Alkoholanteil im Kraftstoff nicht vertragen.

Ursprüngliche Idee: weniger Erdölimporte

Dabei schien die ursprüngliche Idee von Biosprit über­zeugend: Anstatt immer knapper und damit teurer werdendes Erdöl importieren zu müssen, können wir agrarische Rohstoffe im ­eigenen Land ernten. Die österreichische Landwirtschaft könnte durch die Ethanol-Produktion (auch Biosprit oder Bioethanol genannt) ihre Überschüsse an weniger hochwertigem Weizen und Mais leichter vermarkten.

Biosprit-Anlagen in Österreich

Immerhin wurde im niederösterreichischen Pischelsdorf 2008 eine Anlage zur Herstellung von Ethanol in Betrieb genommen. Die Kapazitäten liegen wahrscheinlich nicht ­zufällig in der Größenordnung des österreichischen Bedarfs an zehnprozentiger Ethanol-Beimengung zum Benzin.

Benzin enthält bereits 5% Ethanol

Nun wird aber nichts daraus. Das ist auch kein Drama, denn schon jetzt enthält Benzin fünf Prozent Ethanol. Damit ist der Straßenverkehr längst ein sicherer Kunde für Ethanol-Hersteller, zumal diese fünfprozentige Beimengung auch von der Mineralölsteuer befreit ist.

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