Busreisen ins Ausland

Billiger unterwegs

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veröffentlicht: 04.08.2014, aktualisiert: 07.08.2014

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Neben Bahn und Flugzeug hat sich der Bus als internationales Langstreckenverkehrsmittel etabliert. Fernbusse sind günstig im Preis, aber sonst eher für Hartgesottene.

"Es ist schon ein spezielles Gefühl“, schildert Dominik S. seine Busreise Wien-Belgrad, „sobald man in den Bus einsteigt hört man kein deutsches Wort mehr, da die meisten Fahrgäste Verwandtenbesuche in der alten Heimat machen. Da kommt gleich Urlaubsstimmung auf. Während der zehn Stunden Fahrt gab es regelmäßig Klopausen, einmal in Ungarn auch eine längere Pause bei einer Raststation, wo man etwas essen konnte. Das Klo im Bus hab ich nicht probiert, es war eher Notfällen vorbehalten. Etwas stressig war, dass man nie genau wusste, wie lange die Pause ist und die WCs bei den Rastplätzen auch nicht so leicht zu finden waren. Der Fahrer ist sehr sicher und verantwortungsvoll gefahren. Es gab auch einen zweiten Fahrer, die haben dann irgendwann gewechselt. Ab und zu sind die Busfahrer auch mit Gratiskaffee oder Cola und Schokolade für die Fahrgäste durchgegangen. Eine nette Aufmerksamkeit, finde ich."

Fernbus: günstiger als Bahnfahren

Lange Busfahrten sind nicht jedermanns Sache, aber preislich günstiger als Bahnfahren. Auch hat die Bahn in den letzten Jahren viele Direktverbindungen aus Österreich gestrichen – etwa nach Amsterdam, Brüssel, Paris, sodass der Kunde nun umsteigen muss. Und teurer ist es auch, besonders wenn man kein Sparschiene-Angebot ergattert. Da ist oft der Billigflieger günstiger. Oder man wählt das Abenteuer: Fern-Linienbusse, die regelmäßig aus Österreich in Städte in ganz Europa fahren.

VIB: Vienna International Busterminal

Zentrale Abfahrtsstelle für die internationalen Eurolines-Linienbusse ab Wien, ist der Vienna International Busterminal (VIB) in Wien-Erdberg, täglich von 6.30 bis 21 Uhr geöffnet. Eurolines fährt mehr als 600 Reiseziele in ganz Europa an, von Norwegen bis Griechenland, von Portugal bis Russland.
Das Terminal liegt direkt an der U3-Station Erdberg neben einer großen Park-Garage.

Neulinge sollten nach Menschenansammlungen Ausschau halten, denn eine durchgängig und große Beschilderung gibt es kaum. Ticketkassen, Schließfächer, Toiletten und Warteraum sind in Containern untergebracht, drei Bildschirme zeigen die nächsten abfahrenden Busse an. Ein Würstelstand sorgt für das leibliche Wohl.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Wien-Paris, Wien-Brüssel, Wien-Berlin, Wien-Amsterdam, Wien-Budapest, Wien-Prag

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Kommentare

  • Eurolines nach Zadar
    von Malowan80 am 05.08.2014 um 12:01
    Bin vor vier JAhren über Nacht nach Zadar gefahren. War sagenhaft billig - allerdings wenig komfortabel. Kaum eingeschlafen bei jeder Grenze aussteigen und Pass herzeigen, empfand das als Schikane. Ein Fernseher hat uns dauerberieselt (musste Ohren zustöpseln). Und dann meine Nachbarain: Eine nette Dame um die 50 auf Heimatbesuch mit viel Gepäck. Sie hat mich gefragt, ob es mir was ausmacht, wenn sie ihre große Tasche zu ihren Füßen stellt. Ich: Nein kein Problem. Natürlich wars ein Problem. Denn sie konnte nun ihre Beine nicht mehr vor sich unter dem Sitz des Vordermannes abstellen, nur mehr bei mir. Also hab ich meine Haxen schräg in den Mittelgang hängen lassen und bin die ganze Nacht schief am Sitz gehängt. Später ist mir der Grund der Aktion klar geworden. Meine Nachbarin hat sich 2 Euro Gepäckgebühr gespart
  • Busreise Prag
    von Computerente am 05.08.2014 um 09:46
    Ich bin letztes Wochenende mit Eurolines von Wien nach Prag (und retour) gefahren. Für beide Fahrten habe ich insgesamt 44€ bezahlt. Leider wussten wir nicht, dass man vorher einen Check-In in Erdberg machen muss, da dies sehr schlecht angeschrieben war. Insgesamt war das Prozedere mit Check-In, Gepäck einladen, einsteigen, Platz finden etc. eher stressig. Der Busfahrer war genervt und unfreundlich. Im Endeffekt konnten meine Freunde und ich nicht zusammen sitzen, da die meisten Plätze bereits besetzt waren. Sehr positiv war, dass es im Bus W-Lan gab. Das hat super geklappt und hat die vier Stunden bis Prag etwas kurzweiliger gemacht. Alles in allem war die Fahrt entspannt. Bildschirme mit Videos oder Filmen gab es leider nicht. Auch wurde keine Pause bei einer Raststation eingelegt. Die Sitze waren teilweise sehr dreckig, dafür war das Klo im Bus meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Natürlich ist es nie angenehm, in einem Fahrzeug auf die Toilette zu gehen, aber es war soweit sauber. Bei der Retourfahrt von Prag nach Wien war kein Check-In notwendig, auch ist das Einsteigen in den Bus wesentlich entspannter abgelaufen. Der Busfahrer hat am Ende kontrolliert, ob jeder Fahrgast einen Sitzplatz hat und - wenn nötig - einen organisiert. Wieder war die Fahrt, trotz schlechten Wetters, entspannt. Die Busfahrer hatten sowohl bei Hin- als auch Retourfahrt einen angenehmen Fahrstil, sodass man sich in keinem Moment unsicher gefühlt hat. Alles in allem würde ich sagen, dass Eurolines eine günstige Alternative zu Reisen mit Zug oder Flugzeug darstellen, wobei sie natürlich weniger Komfort bieten.
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