Fahrradservice in Wien

Ein bestürzendes Ergebnis

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KONSUMENT 3/2014 veröffentlicht: 26.02.2014, aktualisiert: 27.03.2014

Inhalt

Test Fahrradservice in Wien: Wird ein Rad regelmäßig benutzt, sollte es auch regelmäßig zum Service. Wird in Wiener Werkstätten sorgfältig gearbeitet?

Im unserem Fahrradservice-Test finden Sie Testurteile über folgende Werkstätten:

  • Bicycle Company e.U., 1060 Wien
  • Bikestore Handels GmbH, 1230 Wien
  • Bike+More Handelsges.m.b.H, 1220 Wien
  • Ciclopia, 1060 Wien
  • Cooperative Fahrrad, 1060 Wien
  • Fahrrad Eck, 1170 Wien
  • Hervis Wien Donauzentrum, 1220 Wien
  • Holzer Motorradhandel GmbH, 1150 Wien
  • IG Fahrrad, 1070 Wien
  • Kosty - Kosteletzky GmbH, 1040 Wien
  • Marek Mechaniker GesmbH, 1150 Wien
  • RadAmbulanz e.U., 1170 Wien
  • Sport Eybl, 1210 Wien
  • Thema: bike GmbH, 1090 Wien

Getestet haben wir: Dauer der Reparatur in Arbeitstagen, Kundenfreundlichkeit, Behebung der Mängel (Vorbau, Sattelklemmung, Pedal, Speichen, Schaltung, Luftdruck im Reifen, Steuerlager, Bremsen), Preisauszeichnung, was erneuert wurde und die Gesamtkosten. Details finden Abonnenten in unserer Testtabelle und im Testbericht:

Test: Service von Fahrrad-Fachleuten

Einmal pro Jahr ein Service, bei dem allenfalls vorhandene Defekte von Fachleuten behoben, Justierungen durchgeführt, verschlissene Teile ausgetauscht werden – und man wähnt sich auf der sicheren Seite: Jetzt sollte das Fahrrad wieder in Ordnung sein. Ist es aber in der Praxis oft nicht, wie unser Test zeigt.

Wir haben Fahrräder in zwölf Wiener ­Fachwerkstätten und zwei Filialen großer Sporthandelsketten zum Service gegeben. Vorher hatten wir in jedes Rad acht Mängel eingebaut: Die Befestigungsschrauben von Vorbau und Sattel sowie die Pedale waren gelockert, ein Laufrad hatte mehrere Millimeter Seitenschlag (also einen klassischen "Achter“), die Schaltung war falsch ein­gestellt, der Luftdruck zu gering, das Steuerlager locker, die Bremsbacken schleiften an den Felgen.

Vorbau und Sattel: Schrauben locker

Zwei dieser Mängel, nämlich die lockeren Befes­tigungsschrauben von Vorbau und Sattel, sind sicherheitsrelevant: Verdreht sich während der Fahrt (z.B. ­infolge eines abrupten Bremsmanövers) die Lenkstange oder bricht die Befestigungsschraube des Sattels, kann es zu einem schweren Sturz kommen. Bei ­einem sorg­fältig durchgeführten Service sollten alle Mängel entdeckt und nötige ­Reparaturen gemacht werden. Die Behebung sicherheitsrelevanter Mängel ist natürlich besonders wichtig.

Nur drei Fahrradwerkstätten waren gut

Im Test wurden die von uns eingebauten ­sicherheitsrelevanten Mängel allerdings nur in drei Werkstätten gefunden und behoben. In neun Werkstätten wurde ein sicherheitsrelevanter Mangel übersehen, in zwei Werkstätten waren es beide.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Bikestore Handels GmbH - Wien Süd, BIKE+MORE Handelsgesellschaft m.b.H, Hervis Wien Donauzentrum, Bicycle Company e.U., Cooperative Fahrrad, Kosty - Kosteletzky GmbH, Marek Mechaniker GesmbH, Ciclopia, RadAmbulanz e.U., Sport Eybl, THEMA: bike GmbH, IG Fahrrad, Fahrrad Eck, Holzer Motorradhandel GmbH

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Kommentare

  • Bikestore Süd schnell aber nicht gründlich - Preise generell viel zu überhöht
    von Max Mustermann am 23.04.2016 um 13:11
    Ich habe das Service vor 3 Wochen lassen machen, mit dem Zusatzvermerk, dass meine Bremsen quietschen und dass sich die bitte jemand anschauen soll. Das wurde nicht an den Mechaniker weiterkommuniziert, obwohl ich bei der Übergabe 3x gebeten habe, es ihm zu sagen bzw. es auf dem Übernahmeschein zu vermerken. Ich habe die Bremsbeläge dann selber entfernt und gereinigt. Alles kein Problem, eine einfache und für jeden machbare Aufgabe, allerdings hatte ich mir erhofft, dass sich der Fachmann dessen annimmt. Wieso ist das Service hier und in vielen anderen getesteten Werkstätten meiner Meinung nach zu teuer? Ich war gestern wegen eines Problems mit dem Antriebsrad beim Hervis (Ottakring), dort meinte der Mechaniker, dass die Räder nicht richtig zentriert waren und dass die Kette staubtrocken sei. Nachdem er ca. 10 Sekunden lang alle Gänge durchgeschalten und die Kette dabei mit Schmierspray eingesprüht hat, lief das Schalten wieder einwandfrei (man merkt erst im Nachhinein, dass man eigentlich unrund gefahren ist). Außerdem wurden meine Räder zentriert und die hintere Bremse war auch etwas zu locker eingestellt. Insgesamt war ich 10min dort und habe keinen einzigen Cent bezahlt. Ich sage nicht, dass diese Arbeit nicht anständig vergütet werden soll aber mir kann niemand erklären, warum bei einem "kleinen Service" um 66€ keine 10 Sekunden Zeit ist, die Kette zu schmieren und man stattdessen zum "großen Service" um 129€ greifen soll (Beispiel Bikestore Süd). Außerdem wurden grundlegende Dinge, wie das Zentrieren der Räder nicht oder nur schlampig gemacht. Damit fällt der Bikestore bei mir klar durch. Wer sein Rad in guten Händen wissen will, dem empfehle ich Hervis (Ottakring) bzw. Hervis Hauptbahnhof (der Mechaniker betreubt beide Standorte)
  • Cooperative Fahrrad
    von fischerk am 25.04.2014 um 18:36
    Ich habe vo zwei Jahren ein Rad bei der Cooperative Fahrrad gekauft. Nach dem ersten (Gratis-)Service blockierte die vordere Bremse, war die Sattelhöhe verstellt, die Lenkstange nicht mehr zentriert, waren die Position der Glocke und die "Hörndln" verstellt. Im Zug der Reklamation wurde die Bremse neu eingestellt. Der freundliche Mitarbeiter konnte nicht nachvollziehen, was da geschehen war.
  • fachausbildung mangelhaft
    von christian.seitl am 23.04.2014 um 16:23
    der lehrberuf zum fahrradmechaniker wurde vor jahrzehnten abgeschafft. ein wifi-crash-kurs ist kein ersatz dafuer. logischer weise gibt es einen mangel an guten radmechanikern bzw. -technikern. arbeiterkammer und wirtschaftskammer reden seit jahren darueber, wie die ausbildung aussehen soll. die viel gepriesenen sozialpartner finden aber keine loesung. politische loesungskompetenz sieht anders aus. wahrscheinlich gibt es zu wenig radfahrer unter diesen funktionaeren.
  • selbst ist der mann
    von der besserwisser am 20.03.2014 um 21:36
    wie bereits mehrfach bemerkt wurde: das gründlichste service macht man noch immer selbst. wenn man dabei feststellt, dass etwas kaputt oder zu erneuern ist, was ich mir selbst nicht zutraue, dann kann ich noch immer zu einer werkstätte gehen und dort genaue aufträge zur gewünschten arbeit geben. wenn man schon mehrere jahre rad fährt, dann kennt man in der regel auch eine werkstätte, zu der man vertrauen hat und sich gut betreut fühlt. leider darf ich an dieser stelle keine nennen . . . aber auch im internet erhält man tipps fürs selbermachen - man muss sich nur trauen!
  • Cooperative Fahrrad
    von Maedi 25 am 14.03.2014 um 14:18
    Kann nicht verstehen, warum die so schlecht abgeschnitten hat. Seit Jahren lasse ich meine Radln dort warten und bin immer sehr zufrieden. Sie rufen sogar an, wenn sich herausstellt, dass noch was kaputt ist und es teurer wird. Allerdings habe ich die Fahrräder auch dort gekauft.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo