Gefährliche Produkte

Konsument 3/1999

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Konsument 3/1999 veröffentlicht: 01.03.1999

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Schwerpunktaktion Lachsprodukte

Beschlagnahmt

In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Lachsprodukte vom Markt genommen, weil Listerien nachgewiesen wurden. Betroffen ist jede Art von Rohlachs (auch kalt geräucherter Lachs). Daß die Lebensmittelbehörden so häufig fündig werden, läßt sich einerseits damit erklären, daß diese Produktgruppe zuletzt schwerpunktmäßig untersucht wurde. Außerdem sind die Bestimmungen in Österreich besonders streng. Die meisten auf dem Markt befindlichen Lachsprodukte stellen aber für gesunde Menschen keine Gefahr dar. Kinder, Schwangere, ältere Personen oder solche mit geschwächtem Immunsystem sollten dennoch nichts riskieren und auf Rohlachs verzichten. Dasselbe gilt übrigens auch für andere Rohprodukte: rohe Wurstwaren (Salami, Metwurst), Rohmilch oder unpasteurisierten Weichkäse.

 

Kraftfahrzeuge

Rückruf

Volkswagen : VW bietet rund 21.000 Autobesitzern in Westeuropa zur absoluten Sicherheit einer Deaktivierung des Beifahrer-Airbags an, das entsprechende Kabel durchzutrennen. Hintergrund ist ein Unfall, bei dem ein Kind in einem Reboard-Sitz durch den auslösenden Beifahrer-Airbag getötet worden war, obwohl dieser korrekt deaktiviert war.

Audi A4, VW Passat : Nachdem festgestellt worden war, daß bei diesen Modellen der Bremsweg durch Streusalzeinwirkung beeinträchtigt werden könnte, hat sich der Hersteller bereit erklärt, im Reklamationsfall die Bremsbeläge durch andere zu ersetzen.

Chrysler Stratos : An den Automatikversionen der Modelle Chrysler Stratos (Baujahr 95 bis 98) muß die Wählhebelsperre des Automatikgetriebes ausgetauscht werden. Das Fahrzeug hätte unter Umständen wegrollen können. 685.000 Fahrzeuge sind betroffen (in Österreich rund 800).

Suzuki GSXR750W und TL1000R: Eine Kraftstoffverbindung an der Pumpe könnte sich lösen, sie muß daher ausgetauscht werden. 17.000 Motorräder sind betroffen, in Österreich 330.

 

Bügeleisen mit eingebautem Risiko

 

 

Ist der Knickschutz noch intakt?

Der Zwang zur Minimierung der Produktionskosten führt leider immer wieder dazu, daß längst als selbstverständlich erachtete Sicherheitsstandards wieder in Frage gestellt werden. So gab es in letzter Zeit bereits mehrmals gefährliche Vorfälle wegen schadhafter Kabel von Bügeleisen.
Das Kabel des Bügeleisens wird dort, wo es aus dem Gerät herausgeführt wird, mit einem beweglichen Knickschutz ummantelt, weil es sonst an dieser Stelle bei häufigem Gebrauch knicken würde. Früher war diese Ummantelung aus Gummi, doch mehr und mehr geht man dazu über, dafür Materialien aus Kunststoff zu verwenden.
Kunststoff aber härtet schneller aus und wird daher brüchig. Der Knickschutz reißt ab oder aber er bildet scharfe Kanten, die das Kabel durchscheuern könnten. Ein Kurzschluß – unter Umständen sogar unter Entstehung einer Stichflamme – ist die Folge. Das kann zu schweren Verbrennungen führen.
Überprüfen Sie daher von Zeit zu Zeit den Knickschutz Ihres Bügeleisens. Im Zweifelsfall sollten Sie das Gerät nicht mehr verwenden.

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Bild: VKI