Handynavigation

Handysch navigiert

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Konsument 8/2009 veröffentlicht: 22.07.2009, aktualisiert: 11.08.2009

Inhalt

  • Standortbestimmung bereitet vielen Handys Schwierigkeiten
  • Routenberechnung funktioniert problemlos
  • Für fallweisen Einsatz brauchbar

Wenig ist dem modernen Menschen so nah wie – sein Handy. Der Herr trägt’s griffbereit im Brusttascherl, und auch die Dame findet es meist schon nach nur wenigen Minuten in den unergründlichen Tiefen ihrer Handtasche. Was so allgegenwärtig ist, bekommt naturgemäß immer mehr Aufgaben aufgehalst: Musik wiedergeben, Radio empfangen, Termine und Adressen erfassen, E-Mails lesen und – derzeit schwer im Trend – als elektronischer Wegweiser fungieren. Marktbeobachter gehen davon aus, dass bis 2012 nahezu jeder Handybesitzer diese Funktion nutzen wird. Aber empfiehlt sich das wirklich? Wie gut finden sich die Winzlinge im Großstadtdschungel und auf dem weiten Land zurecht? Können Sie mit den „richtigen“ Navigationsgeräten fürs Auto mithalten? Wir sind der Frage exemplarisch am Beispiel von 12 Handy-/Softwarekombinationen nachgegangen. Und die Antwort ist ein klares Jein.

Was man dazu braucht

Die Handy- oder Smartphone-Hardware sollte GPS-fähig sein, das bedeutet, das Handy muss die von den Satelliten des „Global Positioning Systems“ (GPS) zur Bestimmung der geografischen Position ausgesendeten Signale empfangen und interpretieren können. Nahezu jedes moderne Handy verfügt über diese Fähigkeit. Dass das in der Praxis aber keineswegs immer und überall funktioniert, werden wir noch sehen.

Aber auch jene, deren Handy GPS nicht „versteht“, müssen nicht ziellos in der Weltgeschichte umherirren: Die kostenlose Software Google maps kann statt des Satellitensignals auch die Signale der Handy-GSM-Funkzellen nutzen (auch diese Variante wurde im Test erprobt); da diese aber gottlob (noch) nicht alle 50 Meter die Landschaft „verschönern“, ist die Standortbestimmung mithilfe der Handy-Sender ungenauer als jene via GPS. Womit wir auch schon beim Punkt Software bzw. Kartenmaterial gelandet wären.

Willkommen „Onboard“

Onboard bedeutet, dass das Kartenmaterial, welches der Navigation und Routenplanung zugrunde liegt, im Handy selbst vorhanden ist. Und zwar in der Regel auf einer Speicherkarte, die man in das Gerät steckt. Gilt es jetzt eine Route von A nach B zu berechnen, greift die Software – nach erfolgter Standortbestimmung – auf das Kartenmaterial zu, um die ideale Streckenführung zu berechnen und auf dem Display anzuzeigen. Dafür ist keine (kostenpflichtige) Daten- bzw. Internetverbindung nötig und man ist unabhängig von der Qualität der Datenverbindung (die auch in Österreich abseits der Hauptverkehrsrouten durchaus eine ernst zu nehmende Einschränkung darstellen kann!). Allerdings bezahlt man natürlich für das Kartenmaterial selbst. Und: Die Karten veralten recht schnell. Wer auf dem aktuellen Stand bleiben will, muss somit auch an Updates denken – und diese erneut bezahlen. Die Kosten liegen in der Regel zwischen 80 und 130 Euro.

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Kommentare

  • Handynavigation
    von kiara190461 am 20.02.2010 um 17:16
    Meine Erfahrungen mit Sony W715 sind da leider auch nicht die besten: geholfen hat es mir bis jetzt noch nie. Ich habe es bis jetzt ca. fünf Mal verwendet (verwenden wollen), entweder hat es die Adresse überhaupt nicht gefunden oder mich zu einem falschen Ziel geführt.
Bild: VKI