Hertz/Scot Group: Ärger mit Mietwagen

500 Euro für Kupplung

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Konsument 8/2006 veröffentlicht: 14.07.2006, aktualisiert: 26.07.2006

Inhalt

Nachdem die Kupplung eines Mietwagens den Geist aufgab, wollte die Mietwagen-Firma unverzüglich den Konsumenten zur Kasse bitten.

Urlaub in Großbritannien

Herr Strasser wollte während seines Kurzurlaubes in Großbritannien mobil sein. Also reservierte er noch von zu Hause aus über die Website seines Autofahrerclubs einen Mietwagen bei Hertz. Für die Abwicklung der Reservierung war der britische Hertz-Partner, Scot Group, zuständig. In England angekommen, erhielt Herr Strasser dann wie vereinbart den gebuchten Mietwagen, einen Vauxhall Zafira Life, und fuhr damit guter Dinge los.

Auto startete nicht mehr

Zunächst funktionierte das Auto, mit dem zuvor insgesamt erst wenige Meilen zurückgelegt worden waren, tadellos. Doch am letzten Urlaubstag war es plötzlich nicht mehr in Gang zu setzen und Herr Strasser musste einen Abschleppdienst kommen lassen. Dieser übernahm den Vauxhall, die Fahrzeugpapiere und den Mietvertrag und brachte das Auto zu einer Niederlassung von Scot Group.

500 Pfund für kaputte Kupplung

Doch damit war die Sache für Herrn Strasser noch nicht ausgestanden: Einige Tage später erhielt er zu Hause einen Anruf von Scot Group. Er habe die Kupplung des Mietwagens ruiniert, wurde ihm gesagt. Und deshalb würden nun für die Reparatur 500 Pfund von seiner Kreditkarte abgebucht. Herr Strasser war sich allerdings keiner Schuld bewusst. Denn als erfahrener Lenker wusste er sehr wohl eine Kupplung richtig zu bedienen. Und so suchte er in unserem [ Europäischen Verbraucherzentrum ] Rat und Unterstützung.

Intervention erfolgreich

Nun war der Mietwagen ja so gut wie neu gewesen und auch Herr Strasser hatte damit keine großen Distanzen zurückgelegt. Dass da – wie Herrn Strasser vorgeworfen – eine Kupplung aufgrund falscher Bedienung kaputt wird, ist schon sehr unwahrscheinlich, meinte unser Berater und kontaktierte die Kollegen vom britischen Verbraucherzentrum. Diese wiederum leiteten den Fall an eine spezielle Schlichtungsstelle weiter, die „British Vehicle Rental and Leasing Association“. Diese Vereinigung intervenierte bei Hertz. Erfolgreich, wie sich bald darauf herausstellte: Herr Strasser bekam sein Geld zurück.

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