Hybridautos

Auf der Überholspur

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Konsument 3/2010 veröffentlicht: 17.02.2010

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  • Hybridantrieb beginnt seinen Siegeszug
  • Unterschiedliche technische Lösungen

Seit rund einem Jahrzehnt ist der Toyota Prius nun auf dem Markt und mittlerweile in der dritten Generation erhältlich – eine Erfolgsgeschichte ohne Beispiel. Was anfangs belächelt wurde, muss heute von der Autoindustrie ernst genommen werden. Der Hybridantrieb (Kombination aus Benzin- und Elektromotor) ist mehr als nur eine Technik zum Benzinsparen, der Begriff ist schon zum Synonym für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Automobil geworden.

Immer mehr Nachahmer

Der Hybridantrieb ist tatsächlich ein zielführender Weg, den Verbrauch zu senken. Wunder gibt es allerdings keine, und eine Kehrseite auch: Die aufwendige Technologie verteuert die Autos erheblich. Das macht es schwierig, sie zu einem gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen attraktiven Preis anzubieten und auch Gewinne damit zu erzielen. Deshalb finden Toyota, Honda & Co nur zögerlich Nachahmer.

Deutsche Premium-Hersteller satteln um

Immerhin, mittlerweile haben auch die deutschen Premium-Hersteller einige Modelle im Programm oder kommen damit in Kürze auf den Markt. So bietet BMW bereits die 7er-Limousine und das Sports Utility Vehicle X6 mit Hybridantrieb an. Porsche, Audi und VW folgen in Kürze, ebenfalls mit SUVs. Im Preisrahmen der Luxuswagen lässt sich der technische Aufwand leichter unterbringen. Außerdem kann der Hybridantrieb seinen Verbrauchsvorteil bei schwergewichtigen Fahrzeugen besonders gut ausspielen. Hybridvarianten erschwinglicher Autos sind von vielen Herstellern immerhin angekündigt.

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Kommentare

  • Energieverschwendung
    von frim am 27.02.2010 um 21:21
    Es kann doch nicht sein, dass ein sündteures Hybridauto immer noch über 4l/100km verbraucht - 10l/100km sind schon eher als "pervers" zu bezeichnen. Bei vorsichtiger Fahrweise schaffe ich mit meinem 90PS Ford Focus Kombi Diesel genauso einen 5-5,5l/100km Durchschnitt. Da Frage ich mich doch, ob die ganze Hybrid-Technologie nicht einfach eine riesen Energie- und Geldverschwendung ist. Zielführender wäre da meiner Meinung nach die Forschung in Richtung reiner Elektro- bzw. Wasserstoffantrieb - und da vor allem in den Aufbau der Infrastruktur voranzutreiben.
  • Beruhigung für schlechtes Gewissen
    von xerxes0001 am 26.02.2010 um 11:02
    Finanzkräftige Käufer können mit Hybridautos ihr schlechtes Gewissen beruhigen und trotzdem ps-protzige Autos fahren. Die Umweltbilanz bringt das alles nicht wirklich weiter. Anstatt Autos mit einem zweiten Motor und zentnerschweren Batterien auszurüsten und so ihren Energieverbrauch durch die Gewichtszunahme zu steigern, wäre es sinnvoller auf kleine leichte Autos mit sparsamsten Motoren zu setzen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Aber da hält natürlich die Autolobby die Hand drüber, für den Umsatz sind Hybrids ideal.
Bild: VKI