Internet: Autohorst-Werbeautos

Geschenk mit Haken

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Konsument 4/2008 veröffentlicht: 25.03.2008

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Die "Zitrone" vom April 2008: Im Internet gibt es Werbe-Autos angeblich fast geschenkt. Allerdings bleiben die Fahrzeuge Eigentum der Überlasserfirma.

"Wer mehr bezahlt, ist selber schuld." So bewirbt die Firma autohorst.at ihre ProMotion-Cars: Gegen eine Kaution von etwa einem Drittel des Listenpreises darf man für zwei Jahre mit einem Auto fahren. Nur für Haftpflicht, Vollkasko und Steuer ist monatlich eine Pauschale zu bezahlen – und natürlich der Treibstoff. Finanziert werden soll dies mittels Werbung auf der Heckscheibe. Dank zweijähriger Herstellergarantie sollen keine Reparaturkosten anfallen. Klingt recht verlockend.

24 Monate - fixe Frist

Doch der Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zeigt: Die Überlasserfirma hat das Verfügungsrecht über das Fahrzeug. Die Nutzungsfrist von 24 Monaten ist fix, man kann also nicht vorzeitig aussteigen. Der Kunde muss den Service in den vorgeschriebenen Intervallen auf seine Kosten durchführen lassen, ebenso Verschleißreparaturen, Glasbruch und Reifenschäden. Diebstahls- und Unfallrisiko gehen zu seinen Lasten, falls die Kasko nicht zahlt. Bei Blechschäden ist die Polizei zu rufen und "Blaulichtsteuer" zu bezahlen.

Benutzung ist eingeschränkt

Die Benutzung ist recht eingeschränkt: Lenken dürfen nur die im Vertrag genannten Personen. Auch ist vorgeschrieben, welche Länder Europas mit dem Auto bereist werden dürfen. Die hinterlegte Kaution kann futsch sein, falls die Firma, die sie verwaltet, in Konkurs geht. Rauchen darf man im Auto ebenfalls nicht. Dieses Offert macht wieder einmal klar: Unternehmen haben nichts zu verschenken!

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Bild: VKI