Navigationsgerät Navman F 10 von Tchibo

Im Kurztest nicht überzeugend

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veröffentlicht: 07.02.2008, aktualisiert: 23.07.2008

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Tchibo hat Navigationsgeräte für nur 129 Euro im Angebot. Unsere deutsche Schwesterorganisation Stiftung Warentest hat den elektronischen Pfadfinder einem Schnelltest unterzogen. Das Ergebnis ist enttäuschend: Schwierige Zieleingabe, eng begrenztes Kartenspektrum und schwache Bedienungsanleitung.

Schwierige Buchstabeneingabe

Die elektronischen Wegweiser erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das zurzeit in den deutschen Tchibo-Filialen erhältliche Navigationsgerät der Marke Navman F 10 gibt es auch bei Tchibo Österreich. Die Stiftung Warentest hat untersucht, wie es um Navigation, Handhabung und Ausstattung des Tchibo-Gerätes bestellt ist.

Schon die Zieleingabe gestaltet sich kompliziert. Die winzigen Buchstabenfelder des Displays (70x53 mm) machen das fehlerlose Tippen von Straßennamen zu einer schwierigen Übung, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Schlechte Farbkontraste erschweren die treffgenaue Eingabe zusätzlich.

Halterung zu kurz

Die Halterung des an der Frontscheibe befestigten Gerätes ist zu kurz. Je nachdem, wie weit die Frontscheibe vom Fahrersitz entfernt ist, kann die Zieleingabe dem Fahrer ungewollte Turnübungen abverlangen.

Menüführung in Ordnung  

Die Menüführung ist gut. Das Navi bietet sogar zwei Menüschieber, womit jeweils fünf Stufen für die Optionen „Routentyp“ und „Autobahn bevorzugt“ ausgewählt werden können.

Nummern statt Ortsnamen

Die Ortsnamen von Autobahnabfahrten kennt Navman nicht. Dafür gibt das Gerät die Nummer der Ausfahrt an. Die deutsche Sprache ist voreingestellt. Dabei gibt es die Wahl zwischen einer Frauen- oder einer Männerstimme, die jedoch leicht verzerrt klingen. Fahrtrichtungsänderungen gibt der elektronische Helfer rechtzeitig an.

Keine Hilfe im Tunnel

Tunnelfahrten sind für Navis eine Herausforderung, da kein GPS-Signal empfangen werden kann. Navman ist hier keine Hilfe: die Kartenanzeige erstarrt. Auch die richtige Tunnelausfahrt muss der Fahrer alleine finden. Ein Vergleich mit unserem Test Navigationsgeräte zeigt, die Mehrzahl der für die Jänner-Ausgabe getesteten Geräte kam mit der Tunnelsituation zurecht.

Zu wenig Kartenmaterial, schwache Bedienungsanleitung

Eng begrenzt ist das Kartenspektrum. Verlässt der Fahrer Deutschland, Österreich, die Schweiz oder Liechtenstein, braucht er seinen Autoatlas wieder.

Am schwächsten ist die Bedienungsanleitung. Sie beschränkt sich auf eine Kurzanleitung in 13 Sprachen. Jeder Sprache sind zehn Seiten vorbehalten. Die komplette 90-seitige Anleitung muss sich der Nutzer aus dem Internet herunterladen. Eine Speicherkarte, die sonst bei Navis Usus ist, hat das Navman nicht zu bieten, obwohl ein Steckplatz vorhanden ist. An Zusatzfunktionen, wie Bluetooth, MP3-Player oder Bildbetrachter ist nicht zu denken.

 

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Bild: VKI