Navigationsgeräte

Konkurrenz am Horizont

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Konsument 5/2010 veröffentlicht: 14.04.2010

Inhalt

  • Ständig neue Navi-Modelle
  • Doch Handys könnten ihnen bald den Rang ablaufen
  • Kampf um den Markt drückt auf die Preise

Der Optimismus scheint ungebrochen. Die Navi-Hersteller präsentieren ständig neue Modelle und Modellvariationen. Marktführer TomTom ist in der aktuellen Testserie mit seinem ersten 5-Zoll-Gerät (12,7 cm) vertreten, Garmin bietet mit den "nüLink"-Services erstmals ein Navi mit direktem Zugriff auf das Internet (Flugpläne, Wetter, Verkehrsinfos, Wechselkurse …).

Smartphones konkurrenzfähig

Doch heftige Turbulenzen kündigen sich an. Die erfolgsverwöhnte Branche musste nach langen Jahren des rasanten Wachstums im Vorjahr einen Absatzrückgang in Kauf nehmen. Schuld daran sind die Hersteller von Mobiltelefonen und Smartphones, die in ihre kleinen Geräte immer mehr Funktionen hineinpacken. Die neuen Handys sind fast alle GPS-fähig und können somit auch zum Navigieren verwendet werden. Wer nur gelegentlich nach dem Weg sucht, findet damit sein Auslangen.

Nokia auf Angriffskurs

Doch die Handyhersteller wollen sich nicht mit der Rolle des Juniorpartners auf dem Navi-Markt zufriedengeben. Nokia hat einen der beiden Anbieter von Navigationskarten, Navteq, aufgekauft und sich so den Zugang zu weltweit aktuellem Kartenmaterial gesichert (den anderen, Tele Atlas, hat sich TomTom geschnappt). Der unbestrittene Handy-Marktführer möchte in wenigen Jahren auch an der Spitze der Navi- Hersteller stehen.

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Kommentare

  • Navigieren
    von arlow am 04.11.2010 um 12:02
    Es ist für mich erstaunlich, dass es so schwierig ist die Details die das Kartenmaterial bietet, herauszufinden. Ich hätte mir erwartet, dass es wichtig in einem Test ist, ob die Karten bestimmter Länder adressgenau geliefert werden oder nicht. Für Überlandstraßen genügt auch ein Straßenatlas. Das wichtiste Kriterium für ein Navigationssystem scheint mir daher, dass es mich zu einer bestimmten Adresse bringen kan, speziell in Länder, dessen Sprache einem ganz fremd sind, sodass man sich die Straßenname und Hinweisschilder nicht merken kann. Auch scheint nirgends auf, ob man geographische Zielkoordinaten eingeben kann oder nicht. Ich bin sicher, viele potentiellen Käufer haben die gleichen Schwierigkeiten um ein geeignetes Gerät auszuwählen, was ja schließlich der Sinn der publizierten Tests sein soll.
  • Nur Navigation im Auto?
    von ereinwein am 22.04.2010 um 18:09
    Bei den Tests der Navigationsgeräte vermisse ich jene, die sowohl zum Wandern (im Gelände, in Öffis) als auch im Auto (Routenberechnung und Kreuzungsanzeigen, aber ohne Sprachansage)geeignet sind, wie zB GARMIN etrx Legend HCx. Durch Zoomen, das zusätzliche Details bringt, reicht auch die kleine Bildfläche. Die Möglichkeit vorab Hotels (über die Adresse) oder beliebige Wegpunkte im Gelände (zB über die geografischen Koordinaten)am PC festzulegen und aufs Gerät überspielen zu können hat mir im Ausland bei Autofahrten und Wanderungen sehr geholfen. Leider ist in keinem Test ersichtlich mit welchen Koordinatenangaben Positionen auf der Landkarte in das Navi eingegeben werden können. Es fehlen also in den Tests die Universalnavis, die nicht aufs Auto beschränkt sind.
Bild: VKI