Navigationsgeräte aktualisieren

Der Weg zur neuen Karte

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Konsument 7/2010 veröffentlicht: 14.06.2010

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  • Update von Software und Karten bei vier Modellen
  • Navi-Besitzer sollten PC-Erfahrung haben

Mit Navigationsgeräten haben schon viele unserer Leserinnen und Leser so ihre Er­fahrungen gemacht, häufiger Anlass für Ärger ist ein Kartenupdate – „zu teuer“ und „funktioniert nicht“ bekommen wir immer wieder zu hören.

Wir wollen diesen Aspekt künftig stärker berücksichtigen und begin­nen mit einem Test von vier Geräten, die vor mindestens zwei Jahren gekauft wur­den, wo ein Update von Bedienungs­Soft­ware und Kartenmaterial mithin fällig sein sollte. Mit TomTom und Garmin sind die beiden Marktführer vertreten, weiters ein Medion­Navi, das beim Diskonter Hofer  im Angebot war, und eines von Falk.

Update per Internet

Will man Karten und Programm für sein Navi aktualisieren, so geschieht dies meist übers Internet – man schließt das Naviga­tionsgerät mit dem mitgelieferten Kabel an den USB­Eingang des PC an und stellt eine Verbindung mit der Homepage des Her­stellers her. Manche Hersteller bieten zwar auch ein Update mittels DVD oder Spei­cherkarte an, die gängigste und kosten­günstigste Art ist aber die per Internet. 

Voraussetzung dafür: Man muss über einen PC oder ein Notebook mit Internetzugang verfügen und man kommt mit dem Update einigermaßen zurecht. Wer so etwas noch nie gemacht hat bzw. schon mit einem  gewissen Widerwillen an die Sache heran­geht, wird zwar nicht notwendigerweise scheitern, aber auch nicht auf Anhieb  erfolgreich sein.

Warum aktualisieren?

Braucht man dieses regelmäßige Update denn überhaupt? Ja und nein. Laut Bran­chenangaben ändert sich jedes Jahr bei  15 Prozent der Straßen etwas. Andererseits hat früher jedermann Karten jahrelang im Gebrauch gehabt und ist damit ausgekom­men. Man muss wohl zwischen Berufs­fahrern und Urlaubsnutzern unterschei­den.

Wer in Kauf nimmt, dass er nicht über jeden neuen Kreisverkehr informiert ist, wird Kartenmaterial auch über mehrere Jahre hinweg nutzen können. Wir wissen  ja mittlerweile, dass wir nicht blind auf  Navi­Ansagen vertrauen können (Stichwort „Umkehren“ im Autobahntunnel).

Man sollte sich jedenfalls schon vor dem Kauf eines Navigationsgerätes bewusst sein, dass man es ohne PC und Internet nur  eingeschränkt nutzen kann. Das beginnt schon mit der Bedienungsanleitung, die nur sehr selten mitgeliefert wird, vielmehr aus dem Internet heruntergeladen werden muss.

 

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Kommentare

  • TomTom One Update
    von antena am 24.07.2010 um 19:30
    Gestern Abend habe ich meinem TomTom One XL eine neue Karte von der Herstellerseite gegönnt. Download ging flott ( Karte 1,5 Gb, Internet 100 Mbit durchschnittliche Download Geschwindigkeit 9 Mbit/s) aber die Installation auf´s Gerät dauerte über eine halbe Stunde. Nach dem Update, startete das gerät von selber neu, jedoch die neue Karte war nicht da. Nach einige Recherchen auf der Herstellerseite, fand ich bei dem FAQ`s den Hinweis dass in solchen Fällen das Gerät Reset-en muss. Was dann auch geklappt hat. FAZIT: +floter DL-Server +einfache Shop-Führung +intuitive Update-Software ( TomTom Home ) +Karten-Preise mehr als fair -Hinweise für nicht auf Anhieb erfolgreiche Updates erst etwas mühsam zu finden
  • ein paar Worte zum Garmin Nüvi 765 TFM
    von termite am 15.07.2010 um 08:11
    - daß ein Download eines Garmin-Kartenupdates mehrere Stunden dauert (bei einer 4 mbit/s Internetverbindung) kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. - ein komplettes Garmin-Kartenupdate hat eine Größe von ca. 3,8 GB (wieviele GB haben Updates anderer Anbieter? Wegen der Dauer des Updates...) - bei Garmin gibt es die Möglichkeit eines "Lifetime-Updates": um ca. 100 EUR (je nach Anbieter) bekommt man bis zu 4 x jährlich komplette Kartenupdates für ganz Europa solange das dafür registrierte Nüvi "lebt" (sollte das Nüvi in der Garantiezeit "sterben" und vom Händler ausgetauscht werden, ist ein Übertrag auf das neue Gerät natürlich möglich) - Datensicherung ist auch beim Nüvi 765 problemlos möglich: einfach den kompletten Inhalt des "Laufwerks" auf ein beiliebiges Speichermedium kopieren (eine Datensicherung via Internet wäre aufgrund der Datenmenge sowieso nicht ratsam) - wenn mittels Webseite "my Garmin" ein Kartenupdate und/oder ein SW-Update durchgeführt wird, wäre mir noch nie aufgefallen, daß da plötzlich die Sprache von deutsch auf englisch wechselt - zum erforderlichen Auswahl der Geräte vor einem Update: natürlich erkennt die Update Seite das Gerät (muss auch so sein, da ein Kartenupdate auf ein nicht registriertes Gerät nicht möglich ist), es kann jedoch sein, daß ein User mehrere Garmin-Geräte registriert hat und somit auswählen kann, welches Gerät er gerade updaten möchte (ich habe z.b. drei Garmin-Geräte, die ich mittels Web updaten kann)
  • getestete Anbieter
    von dannera am 24.06.2010 um 18:43
    nachdem Navigon-Geräte im letzten Test zum Teil bei den besten Geräten waren, verwundert es mich, dass das Update dieses Unternehmens nicht getestet wurde .....
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