ÖBB: Fahrkartenautomaten

Automatisch Ärger

Seite 1 von 7

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 12/2002 veröffentlicht: 21.11.2002

Inhalt

  • Etwa jeder zehnte Automat war defekt
  • Fehlende Erklärungen erschweren die Benützung

Seit dem Jahr 2001 werden ÖBB-Bahnhöfe mit neuen „Touch-Screen-Automaten“ ausgestattet. An ihnen kann sich der Bahnkunde selbst seine Fahrkarte zu einem beliebigen Bahnhof in Österreich ziehen. Mittlerweile sind alle geplanten Automaten aufgestellt: rund 600, verteilt auf etwa 350 Bahnhöfe und Haltestellen in ganz Österreich, bis Jahresende sollen sie sukzessive in Betrieb gesetzt sein. 105 Automaten in Triebwagen auf Regionalbahnen werden noch folgen.

Frust mit Selbstbucherbonus

Dabei ist den ÖBB das Kunststück gelungen, sich mit dieser neuen Automatengeneration bereits vor der Aufstellung jede Menge Ärger einzuhandeln. Denn die ÖBB lieben es, Neuerungen mit der Abschaffung alter, vielfach lieb gewonnener Angebote zu verknüpfen. So wurde im Jahr 2001 die generelle 50-Prozent-Ermäßigung für Besitzer einer ÖBB-Vorteilscard auf 45 Prozent reduziert. Nur „Selbstbucher“, die den ÖBB Arbeit ersparen und ihre Fahrkarte am Automaten oder übers Internet selber ausdrucken, erhielten weiterhin den alten 50-Prozent-Rabatt. Jedoch: Noch monatelang nach Einführung dieser Regelung gab es diese Automaten bloß an wenigen Bahnhöfen. Viele preisbewusste Bahnkunden sahen sich um den „Selbstbucher-Bonus“ geprellt und ärgerten sich über die neuen Automaten, noch bevor sie überhaupt einen zu Gesicht bekommen hatten. Und dann sorgten „Kinderkrankheiten“ für verärgerte Kunden und böses Medienecho.

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
Bild: VKI