ÖBB-Fahrkartenautomaten

Perverses Denken

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Konsument 2/2003 veröffentlicht: 20.01.2003

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Leserbrief zu Konsument 12/2002.

Ich habe mit großem Interesse Ihre sehr gut recherchierte Kritik am Umgang der ÖBB mit ihren treuen Kunden gelesen, muss aber dazu ergänzen, dass in Wahrheit die "Behandlung" der Vorteilscard-Kunden durch die ÖBB noch viel ärger ist:

Zynische Antwort

Auf meine Bitten um Erstattung des Differenzbetrages (der im Übrigen, weil ja vom Vollpreis berechnet, nicht 5%, sondern 10% beträgt) in den Fällen, wo überhaupt kein Automat vorhanden und auch keine Aufstellung eines solchen vorgesehen ist (wie u.a. im gesamten Gasteinertal) oder die vorhandenen Automaten infolge unbehebbarer Softwaremängel dauernd abgeschaltet sind (wie z.B. in Innsbruck), erhielt ich die zynische Antwort, dass in diesen Fällen keine Erstattung vorgesehen sei.

Es ist doch geradezu perverses Denken, dass die ÖBB gerade dort, wo sie selbst die zur Erlangung des "Vorteiles" notwendigen Einrichtungen nicht zur Verfügung stellen wollen (Gasteinertal) oder können (Innsbruck), die Erstattung der Differenz verweigern. Abgesehen davon erwartet man von einem kundenorientierten Unternehmen, selbst verursachte Fehler nicht in einem mühsamen Erstattungsverfahren durch den Kunden, sondern durch eigene Handlungen (z.B. durch einfache Anweisung an die Fahrkartenaussteller in den betroffenen Bahnhöfen ohne Automaten, die 50-%-Ermäßigung wie früher am Schalter zu gewähren) zu korrigieren.

Dr. Anton Schirmbrand
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