ÖBB-Tarife: Bestpreis ist Glückssache

Wirrwarr

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Konsument 7/2007 veröffentlicht: 21.06.2007

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Tickets für die gleiche Bahnstrecke können unterschiedlich viel kosten. Der Wirrwarr ist nicht immer zu durchschauen.

Von Tarif- Tücken und Tarif- Schmankerln

Wer selten Bahn fährt und dann eine Fahrkarte zum sogenannten Standardtarif kauft, stellt fest: Bahnfahren ist abschreckend teuer. Damit sind keine Neukunden zu gewinnen. Das wissen auch die ÖBB und bieten eine Vielzahl von Sonderaktionen an, die meist auf bestimmte Zielgruppen, einen bestimmten Zeitraum oder bestimmte Züge beschränkt sind.

Aktionen im Verborgenen

Wie seit einigen Monaten das sehr attraktive Einfach-raus-Ticket, mit dem Gruppen von jeweils 2 bis 5 Personen einen Tag lang, wochentags erst ab 9 Uhr, um nur 28 Euro im ganzen Netz fahren können – solange sie Regionalverkehrszüge benützen. Andere Beispiele, die aber nicht immer im Angebot sind: die ÖBB-Seniorenaktion, bei der von Samstag früh bis Sonntag 12 Uhr, also 36 Stunden lang, Frauen ab 60 und Männer ab 65 mit der Vorteilscard Senior österreichweit um 7 Euro Bahnfahren können. Oder die „Einsteiger-Aktion“, die gelegentlich einige Wochen lang läuft und im Zuge derer die Vorteilscard Classic statt um 99,90 um 49,90 Euro zu haben ist. Der Haken dabei: Von solchen befristeten Sonderangeboten muss man erst einmal erfahren!

   Fahrkartenspielautomat (Montage: Erwin Haberl)

Gerhard F. wusste nichts davon, als er zusammen mit neun Personen von Melk nach Eferding/OÖ reiste. Der Zugbegleiter machte die Gruppe aufmerksam, dass sie mit zwei Einfach-raus-Tickets 206 Euro weniger bezahlt hätte! Die ÖBB-Beschwerdestelle reagierte rasch und refundierte das zu viel bezahlte Geld in Gutscheinen. Was aber, wenn Herr F. keinen so kundenorientierten Zugbegleiter gefunden hätte?

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