ÖBB: Zug rollt

Arm eingezwickt

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Konsument 6/2010 veröffentlicht: 19.05.2010

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Herr DI Rabl ist gehbehindert und reiste mit der Bahn nach Bad Vöslau. Beim Aussteigen passierte es: Herr Rabl hatte den Waggon schon verlassen und stützte sich noch mit der Hand an der Türstange ab.

Plötzlich schlossen sich die Waggontüren, der Zug begann zu rollen, Herrn Rabls Hand war in der Tür eingezwickt. Glücklicherweise blieb der Zug bald wieder stehen, die Tür gab seine Hand frei. Neben dem Schock wegen des unerwarteten Schubs hatte Herr Rabl einen Bluterguss am Unterarm erlitten.

Natürlich hat er sich bei den ÖBB beschwert. Die Antwort der Bahn stellte ihn (und uns) nicht zufrieden. Zwar entschuldigte man sich für das Missgeschick. Aber am betreffenden Zug sei kein Defekt festgestellt und die Garnitur von der Behörde technisch genehmigt worden, betonte die Bahn.

Bereits mehrere Vorfälle

Dies ist nicht der erste Zwischenfall mit plötzlich schließenden Waggontüren. Auch früher (da war ein Kind durch plötzlich schließende Türen auf das Gleisbett geschleudert worden) hatten die ÖBB eine Fehlfunktion ausgeschlossen.

Vielleicht sollten die Bestimmungen zur technischen Sicherheit von Bahnwaggons revidiert werden. Die Wiener Straßenbahnen werden jetzt nach mehreren tödlichen Unfällen beim Ein- und Aussteigen mit Rückspiegeln und hochempfindlichen Türsensoren ausgestattet.

Hoffentlich muss es nicht auch bei der Bahn erst einen oder mehrere Tote geben, damit dieses Problem entschärft wird!

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