Schlafwagen

Wie gerädert

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Konsument 1/2001 veröffentlicht: 01.01.2001

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Wie schläft sich’s im Schlafwagen?
Ein Selbstversuch mit schweren Gliedern und roten Augen.

Schlafen im Schlafwagen will gelernt sein“, so Dr. Erich Forster, Leiter des Personenverkehrs der ÖBB. Echte Profis, die wie er mehrmals monatlich die Nacht im Schlafwagen verbringen, schlummern angeblich zufrieden wie ein Ungeborenes im Mutterleib. Schlafwagen-Anfänger haben es schwerer: unroutiniert, werden sie von Geräuschen aufgeschreckt, vom Rütteln aus dem Schlaf gerissen, wälzen sich von einer Seite auf die andere (sofern das bei der Bettbreite ohne Absturz möglich ist) und zählen statt Schäfchen die Minuten, Stunden und Bahnhöfe, bis das morgendliche Klopfen des Zugbegleiters Ankunft am Zielbahnhof und damit Erlösung verspricht.

Bienenwaben

Schlafentzugs-Erlebnisse im Schlafzug hatten im Bekanntenkreis die Runde gemacht. Diese neuen Schlafwagen wären das Problem. Wie bei Bienenwaben wären die Kojen eng neben- und übereinander geschichtet, mit dem ausschließlichen Ziel, möglichst viele Betten auf möglichst geringem Raum unterzubringen. Fahrende Schlafwaben, in denen man ohne Kompromiss ausschließlich zum Schlafen verurteilt sei, denn für andere Formen des menschlichen Aufhaltens gebe es keinen Platz.

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Bild: VKI