Akkus - FAQ

Auf die Ladung kommt es an

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Konsument 6/2009 veröffentlicht: 05.06.2009

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Nichts ist für die Ewigkeit – auch bei Akkumulatoren, kurz Akkus, nimmt die Leistung mit der Zeit ab. In viele Geräte sind sie fix ­integriert, eine Gewährleistung ist zwar gegeben, aber oft nur schwer durchzusetzen. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um den Akku.

Akkubetriebene Geräte sind praktisch, aber sind sie wirklich nötig?

Es gibt heute kaum noch einen Haushalt, der nicht zumindest mit einem Akkuschrauber ausgestattet ist. Wer ihn aber ­selten in Verwendung hat, sieht sich schon einmal mit dem Problem konfrontiert, dass der Speicher leer ist, wenn man das Gerät gerade benutzen möchte. Ist er noch teilweise geladen, reichen die Reserven für größere Projekte nicht aus. Bis er wieder voll ist, vergehen Stunden. Es empfiehlt sich also ein Reserveakku. Der wird für ­Billiggeräte aber oft gar nicht angeboten. Vorab sollten Sie deshalb überlegen, ob die Anschaffung eines Akkugerätes überhaupt Sinn macht. Geräte, die direkt mit Strom versorgt werden, brauchen zwar ein Verlängerungskabel, dafür sind sie aber stets einsatzbereit. Was die Gesamtkosten angeht, ist es jedenfalls günstiger, direkt über den Netzstecker zu arbeiten.

Für welche Geräte empfiehlt sich ein Akku?

Auf Akkus kann nicht immer verzichtet werden. Handys zum Beispiel kommen ­ohne diese Stromspeicher gar nicht über die Runden oder verlieren ihren Zweck. Das gilt für alle mobilen Geräte, die nicht direkt an das Stromnetz angeschlossen werden können – von der Digitalkamera bis zum MP3-Player. Empfehlenswert sind Akkkumulatoren auf jeden Fall für Geräte mit höherem Stromverbrauch oder für solche, die sehr lange und häufig in Verwendung sind – etwa das Lieblingsspielzeug der Kinder. Für kleine Stromverbraucher wie Fernbedienungen, Wanduhren oder Wecker genügen Batterien vollauf – sie kommen damit meist jahrelang aus.

Jeder Hersteller hat für jedes Gerät einen anderen Akku. Warum gibt es keine Universalakkus?

Das ist auch für uns oft genug rätselhaft. Die Hersteller begründen es damit, dass sich die Akkus an das Design der neuen Geräte anpassen müssen – häufig geht es dabei nur um wenige Millimeter. Das ist schade, da die alten Akkus – sofern sie noch funktionstüchtig sind – prinzipiell auch in andere Geräte mit ähnlicher Leistung übernommen werden könnten. Das würde Geld sparen, Ressourcen und die Umwelt schonen. Aber ­derzeit sind die Ladegeräte so konzipiert, dass sie in der Regel tatsächlich nur für das Gerätemodell verwendet werden dürfen, mit dem sie zum Verkauf angeboten werden. Hintergrund dürfte allerdings nicht nur das Design, sondern vor allem der Geschäftssinn der Hersteller sein. Solange es keine Universalakkus gibt, hat die Vielfalt immerhin den Vorteil, dass die Ladegeräte nicht so leicht verwechselt werden können. Auf EU-Ebene gibt es allerdings Bestrebungen, eine Vereinheitlichung zu erzielen.

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