Energiesparen bei TV, Computer & Co.

Teurer Leerlauf

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Konsument 3/2009 veröffentlicht: 16.02.2009, aktualisiert: 26.02.2009

Inhalt

  • Geräte ziehen auch in Warteposition Strom
  • Ein ganzes Kraftwerk nur für Stand-by-Strom
  • Sparen ohne Komfortverlust
  • Haben Sie sich auch schon einmal über einen Autofahrer geärgert, der den Motor im Stand minutenlang laufen lässt? Doch Hand aufs Herz – gibt es nicht viele Alltagssituationen, in denen auch Sie Energie verschwenden? Möglicherweise ist es Ihnen gar nicht bewusst, wie viel Strom vergeudet wird, wenn Sie mit dem Com­puter auch gleich den Drucker starten. Der ­Drucker ist dann die ganze Zeit über in ­Betrieb, viele Stunden, manchmal auch den ganzen Tag, doch ­gebraucht wird er, wenn überhaupt, nur kurz. ­ So kann ein Drucker im Leerlauf übers Jahr gerechnet mehr als 100 kWh verbrauchen, während er im Betrieb (rund 20 Seiten pro Tag) nur 5 kWh benötigt.

    In Summe großes Sparpotenzial

    Sicher ist das Einsparpotenzial, das bei Druckern, Computern oder TV-Geräten erreichbar ist, deutlich geringer als jenes, das beim Heizen oder bei Haushaltsgeräten möglich ist (mit diesen Themen haben wir uns in den vorangegangenen Beiträgen zum Energiesparen beschäftigt – siehe „Energiesparen“ 11/2008 und 12/2008 ). Ein heiße Luft erzeugender Föhn frisst in fünf Minuten mehr Strom als ein Drucker an einem ganzen Tag. Der entscheidende Unterschied: Im ersten Fall wird die Energie sinnvoll genutzt, im anderen Fall vergeudet.

    Berechnungen der Regulierungsbehörde E-Control

    Die Belastung mag für den Einzelnen gering sein, doch in Summe, fasst man alle Haushalte und Büros zusammen, ­verpulvern unnötig laufende Drucker oder andere Geräte aus den Bereichen Infor­mation, Telekommunikation und Unterhaltung ­eine ganze Menge Strom. Die österreichische Regulierungsbehörde E-Control hat ­errechnet, dass nur für die Erzeugung des Stroms, der für den Stand-by-Betrieb benötigt wird, ein Kraftwerk mit einer Leis­tung von 150 Megawatt (MW) erforderlich ist – fast so viel, wie das Donaukraftwerk Freudenau schafft (172 MW).

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    Bild: VKI