Energiesparen im Wohnzimmer

Stromfressern auf der Spur

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Konsument 4/2010 veröffentlicht: 17.03.2010

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Gemütlichkeit hat ihren (Strom-)Preis – der ist aber oft unnötig hoch. Allein im Wohnbereich ist das Einsparungspotenzial bei den jährlichen Stromkosten beträchtlich.

Beim Energiecheck im Wohnzimmer betätigen wir zunächst einmal den Lichtschalter und sind beim ersten Stromverbraucher mit großem Einsparungspotenzial. Allein durch Umrüsten auf Energiesparlampen können die Stromkosten spürbar gesenkt werden. Der Grund: Die Lichterzeugung mit Glühbirnen ist eigentlich Heizen mit Nebeneffekt – gut 95 Prozent der Energie werden in Wärme umgewandelt, bestenfalls 5 Prozent in Licht.

Halogenlampen

Ähnlich verhält es sich mit den Halogenlampen: Ihr Wirkungsgrad ist, wenn überhaupt, nur unwesentlich höher als der von Glühlampen. Energiesparlampen haben hingegen eine Energieausbeute von rund 25 Prozent. Allerdings ist die Qualität sehr unterschiedlich, es lohnt daher, sich an den Ergebnissen unabhängiger Tests zu orientieren (siehe "Konsument" 2/2009).

Umstieg zahlt sich aus

Der Umstieg macht sich auf jeden Fall bezahlt, vor allem in Räumen, wo viel Licht gefragt ist, wie eben im Wohnzimmer: Der Betrieb einer 18-W-Energiesparlampe (entspricht der 100-W-Glühbirne) bringt eine Einsparung von rund 12 Euro pro Jahr. Dieser Umstieg hat seine Grenzen bei Beleuchtungssystemen mit Halogenlampen. Allen voran bei Deckenflutern, der ineffektivsten und teuersten Lichtquelle, da das Licht zuerst von der Decke reflektiert wird und erst nach diesem beträchtlichen Lichtverlust den Raum oder einen bestimmten Gegenstand beleuchtet.

100 Euro pro Jahr für eine Lichtquelle

Meist wird eine entsprechend starke Lichtquelle in Form eines dimmbaren Halogenstabes mit einer Leistung von bis zu 500 Watt verwendet, was bei einer täglichen Brenndauer von drei Stunden an die 100 Euro/Jahr kostet (bei Stromkosten von 18 Cent/kWh). Da diese „Brenner“ anders befestigt sind als durch die genormten Schraubsockel (E 27 oder E 14), bleibt nur eine Alternative: Man schafft sich einen neuen Deckenfluter mit Schraubsockeln an, der auch für Sparlampen geeignet ist. Nachteil: Diese Deckenfluter können meist nur in zwei Stufen gedimmt werden.

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Kommentare

  • Laser TV ?
    von chabron am 02.04.2010 um 17:43
    was ist mit der neuesten Entwicklung ? dem Laser TV ? LED LCD macht ja schon Sinn wenn man den Verbrauch anschaut, aber selbst da geht noch Einiges an Verbrauch herunter, denke ich habe einen Grundig M72 795 TOP, also ein älteres Baujahr - der braucht so ca. 95 bis 100 Watt, was ja nicht unbedingt ein Gefräßiger ist, da gibts schon andere "Kisten" hab ihm schon mal sein Leben retten müssen, 1 A Bild, Gott sei Dank kann ich s selber, der bleibt bis was Brauchbares beim Energieverbrauch erscheint
  • Glühbirnen werden verboten
    von chabron am 01.04.2010 um 18:49
    aber die 50 Watt "Brenner" von Halogen-Beleuchtungen nicht da werden bei einer "normalen" Zimmerbeleuchtung mit 4 Lampen 200 Watt !!! pro Stunde verbrannt, diese "Halogenbrenner" wären als Ertes zu verbieten und nicht die Glühlampe mit nur 60 Watt ich selber habe sogar schon Energiesparlampen gegen LED Lampen getauscht Fazit, die Kunden werden verarscht !!!
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