Energiesparen in Küche und Bad

So werden Sie zum Sparmeister

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Konsument 7/2010 veröffentlicht: 17.06.2010

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Bei vernünftigem Gebrauch von Haushalts- und anderen Geräten können Sie Hunderte Euro sparen. ­Lesen Sie hier, wo der Verbrauch von Strom (oder Gas) ohne Komfortverlust reduziert werden kann.

Herd: Gas vor Strom

Ein Gasherd ist in der Wärmeausbeute effizienter als ein Elektroherd. Das Erhitzen von 1,5 Litern Wasser mit Erdgas kostet ­zwischen 1,5 und 2,2 Cent. Bei elektrischer Erhitzung schwankt der Preis je nach Technologie zwischen 3,0 und 4,5 Cent. Kochplatten aus Gusseisen haben die geringste Effizienz, Induktionskochfelder die höchste.

Zwischen Ceran- und Induktionskochfeldern ist der Unterschied im Betrieb relativ gering. Bei einem praxisnahen Test (Konsument 11/2009) ergab sich über ein ganzes Jahr gerechnet lediglich ein Kostenvorteil von etwa 5 % für die Induktionskochfelder.

Deutliche Einsparungen sind hingegen durch energiesparendes Kochen möglich. Das geschätzte Sparpotenzial bei Befolgung der hier aufgelisteten Tipps (siehe Punkte 2, 3 und 4) beträgt rund 50 bis 60 %.

Backofen: Restwärme

Durch verbesserte Isolation und effizien­tere Lüftungssysteme konnte der Energieverbrauch in den letzten 10 Jahren um 30 % gesenkt werden. Die Unterschiede bei neuen Modellen sind relativ gering.

Folgende Tipps helfen, Strom zu sparen: möglichst nicht vorheizen (außer das Rezept erfordert es); Backrohr früher ausschalten und Restwärme nutzen; Ofentüre nicht unnötig öffnen – dreimal Öffnen pro Stunde bedeutet 10 % mehr Stromverbrauch; bei Heißluft kann die Temperatur rund 20 Grad C niedriger eingestellt werden als bei Ober- und Unterhitze.

Selbstreinigende Backöfen (mit Pyrolyse) sind zwar bequem, verbrauchen aber viel Energie – daher nur gezielt bei entsprechender Verschmutzung einsetzen.

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Kommentare

  • Guter Überblick aber sehr oberflächlich und nicht umbedingt informativ
    von eNTi am 27.06.2010 um 06:38
    Auch wenn Neugeräte "bis zu" 50% weniger Energie benötigen, so sollte man auf keinen Fall eines kaufen, wenn das Alte nicht schon dabei ist den Geist auf zu geben. Sie benötigen nach wie vor ungemein viel Energie bei der Herstellung und ohne aufwändige Recherchen ist es (wie so oft) fast nicht feststellbar unter welchen Bedingungen, mit welchen Materialien und wie Umweltgerecht diese hergestellt worden sind. Außerdem können sie z.B. einen 20 Jahre alten Kühlschrank für den Beschaffungspreis weitere 10-20 Jahre im Einsatz halten, bis sich ein Neugerät im Stromverbrauch auch im Geldbörsl bemerkbar macht. Immerhin sind die Anschaffungskosten teils enorm hoch. Je nach Einkauf. Ein Hofer Kühlschrank für 200€ wird sich wohl früher lohnen, muss aber auch nicht unbedingt die Stromersparnis bringen, wohin teure Markengeräte vom Fachhändler mit sehr hoher Energieeffizienz und jeglichem Schnickschnack wohl so sinnvoll sind, wie ein Zweitauto. Wer s nicht glaubt: nachrechnen. Sie tun weder sich, noch der Umwelt etwas gutes, wenn Sie ihren 5 Jahre A+ Kühlschrank gegen ein neues A++-Modell austauschen. Ganz im Gegenteil. Die chinesische Wirtschaft hingegen würde sich wohl freuen.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo