Energiesparende Lampen

Ersatz für 60-Watt-Birnen

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KONSUMENT 10/2011 veröffentlicht: 01.09.2011, aktualisiert: 26.01.2012

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Das Aus für 60-Watt-Glühbirnen hat uns nach Ersatz Ausschau halten lassen. Wir unterzogen Halogen-, Energiespar- und LED-Lampen einem Vergleich.

Mit 1. September dürfen keine 60-Watt-Glühbirnen mehr auf den Markt gebracht werden. Gemeinsam mit der Stiftung Warentest haben wir vergleichbar helle Lampen ausgewählt, deren Helligkeit also ebenfalls mindestens 600 Lumen ausmacht. Getestet wurden Halogenglühlampen, Energiesparlampen (korrekt bezeichnet als Kompaktleuchtstofflampen) sowie LED-Lampen.

Deklaration in Lumen

Apropos: Gewöhnen Sie sich an die Deklarationin Lumen. Nur so können Sie die unterschiedlichen Lampensysteme vergleichen. Die Leistungsaufnahme von modernen Sparlampen in Watt ist bei vergleichbarer Helligkeit wesentlich niedriger als bei Glühlampen. Die Lichtausbeute pro Watt beträgt bei guten LED-Lampen 70 Lumen, bei Glühlampen nur 10.

80 Prozent Stromkostenersparnis

Entsprechend groß sind auch die Unterschiede in den Stromkosten, die in der Tabelle für jedes Produkt ausgewiesen sind („Stromkosten für eine Lichtmenge von 1 Million Lumenstunden in Euro“). Eine Million Lumenstunden entsprechen etwa der Lichtmenge, die eine 60-Watt-Glühbirne in 1500 Brennstunden abgibt, also etwa in einem Jahr, wenn die Lampe nicht länger als vier Stunden am Tag brennt. Für die Glühbirne fallen da Stromkosten von ca. 16,50 € an, für die Halogenlampe 13 bis 14 €, während man bei Energiespar-und LED-Lampen mit 2,50 bis 4 € auskommt (Strompreis 18 Cent/KWh).

Lebensdauer

Was die Gesamtkosten betrifft, also Kaufpreis der Lampe plus Stromkosten, so müsste natürlich auch die Lebensdauer mitberücksichtig twerden. Wenn man von der erwartbaren Lebensdauer ausgeht, bleibt der Preisvorteil der Energiespar- und LED-Lampen bestehen, weil man nach 2000 Betriebsstunden schon die nächste Halogenlampe kaufen muss, während man mit den beiden anderen noch Tausende Stunden auskommt. Glaubt man den Herstellerangaben, so halten LEDs sogar 25.000 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt hätte man bereits die dreizehnte Halogenbirne eingeschraubt, bei einem Stückpreis von rund drei Euro haben sich die Lampenkosten somit auf fast 40 Euro summiert.

Die Rechnung geht allerdings nur dann auf, wenn die Sparlampen tatsächlich so lange halten. Leider trifft dies nicht immer zu. Wenn relativ teure Energiespar- oder LED-Lampen nicht länger halten als eine durchschnittliche Halogenlampe, dann wird die Ersparnis bei den Stromkosten bald aufgezehrt – weil man ja bei jedem Lampentausch den höheren Kaufpreis berappen muss.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Osram Parathom Pro Classic A 80, 12 Watt, Philips MyAmbiance dimmable, 12 Watt, Bioledex LED-Lampe dimmbar, 8 Watt, Osram Duluxstar Mini Twist, warm comfort light, 13 Watt, Osram Duluxstar warm comfort light, 14 Watt, Hagebaumarkt GO/ON Energiesparlampe, 15 Watt, Philips Tornado Turbo Energy Saver, 12 Watt, Conrad Mini Spiral, 14 Watt, Megaman Liliput SLU214i, 14 Watt, Megaman Softlight CT0215i, 15 Watt, OBI/CMI 15 Watt, Ikea Sparsam (2er-Set), 11 Watt, Hellweg/Flector Sparleuchtmittel "Spirale", 11 Watt, I-Glow ESL 1282 dimmbar, 15 Watt, Paulmann 15 Watt, I-Glow Halogenlampe ESL 1101, 42 Watt, Osram Halogen Classic A ES, 42 Watt, Philips EcoClassic A55 klar, 42 Watt

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14 Stimmen

Kommentare

  • Was ist die Leistungsaufnahme?
    von REDAKTION am 27.03.2013 um 18:11
    Bei der Berechnung der Leistung muss auch der Wirkleistungsfaktor berücksichtigt werden. Dieser gibt an, welcher Teil der Scheinleistung in die gewünschte Wirkleistung umgesetzt wird. Der Faktor bewegt sich in der Regel zwischen 0,5 und 0,7. Die Berechnung lautt also: Volt mal Ampere mal Wirkleistungsfaktor. Laut Philips beträgt letzterer bei ihrem Produkt 0,6. Ergibt somit 11,73 Watt, das liegt innerhalb des Toleranzbereiches von +/- 10%. Ihr Konsument-Team
  • Was ist die Leistungsaufnahme?
    von adorno am 09.03.2013 um 13:11
    Neue Leuchtmittel bringen natürlich nicht nur den erhofften niedrigen Energiebedarf, sondern auch neue Parameter, die man verstehen und vergleichen muss. Wer (abgesehen von den Profis) hat sich .B. schon bei der Glühbirne über die Farbtemperatur Gedanken gemacht? Selbst die Leistungsaufnahme ist nicht so klar, wie sie zu sein scheint. Ich habe eben zwei LED-Birnen E27 gekauft und bin bezüglich deren Energiebedarf verwirrt: IKEA LEDARE 400 lm 2700 Kelvin 7,5 W Im Kleingedruckten auf dem Lampensockel steht auch 7,5 W, aber ergänzend auch 45 mA. 45 mA mal 230 V sind aber 10,35 W. Philips A60? 806 lm 2700 Kelvin 11 W Nicht nur im Kleingedruckten auf dem Lampensockel, sondern auch auf der Verpackung steht nochmals 11 W, dann aber auch ergänzend 85 mA. Mit 230 V multipliziert ergeben sich 19,55 W Woher kommt der Unterschied beider Angaben, was ist wirklich die aufgenommene Leistung?
  • Was ist ein LED-Ausfall?
    von adorno am 09.03.2013 um 12:47
    LED-Leuchtmittel sind neu. Ein Ausfall kann daher etwas Anderes sein als ein Glühlampen-Ausfall ("durchgebrannt"). Vielleicht kann die Redaktion die neuen Ausfalls-Symptome sammeln und bei Gelegenheit redaktionell auswerten. Mein Beitrag heute: Ausfall Paulmann R50 Kauf von 3 dieser LED-Strahler im Jänner 2011. Jetzt fiel ein Strahler aus: nach Erreichen der Betriebstemperatur leuchtete er einige Sekunden mit normaler Helligkeit, dann schaltete er sich einige Sekunden ab, dann wieder ein ...usw. Fehler offensichtlich nicht im Leuchtmittel (dass sich 3 LEDs gleich verhalten, kann man ausschließen), sondern in deren Ansteuerung. Garantiereklamation führte zu anstandslosem Tausch durch Paulmann.
  • Totalausfall bei LED-Lampen
    von don_tanguero am 13.01.2013 um 12:03
    Meine Erfahrung mit LED-Lampen, nachdem ich mittlerweile drei auf Garantie ausgetauscht habe, die jeweils nach drei bis vier Monaten kaputt waren. Achten Sie nicht nur darauf, wie lange die Lebensdauer in Leuchtstunden ist, sondern auch wie viele Einschaltzyklen möglich sind. Meine LED-Leuchten hatte ich in Zwischengänge, die aufgrund eines Bewegungssensors sehr oft ein und aus geschaltet wurden. Man unterschätzt dabei wie oft die Lampe eingeschaltet wird. Das waren LED-Lampen zweier Hersteller, eine davon eine österreichische Marke. Die Preisklasse war um die 80 Euro. Die Lampen mussten komplett ausgetauscht werden und war mit entsprechender Arbeit und Ärger verbunden. Meine Tipps: Bei Unsicherheit sollte ein Tausch vor Ende der Garantiezeit versucht werden. Viele Geschäfte können mangels einer Fachkraft Elektriker ohnedies nicht die Lampe überprüfen. Der Kauf einer hochwertigen LED-Lampe von einem Markenhersteller mit entsprechender Garantie auf höhere Lebensdauer sowie der Garantie auf Reparatur und Ersatzteile sollte in Erwägung gezogen werden. Kaufen Sie herkömmliche Lampen in welche Sie LED-Birnen, oder LED-Kerzenlampen (oder andere Sparlampen) eindrehen können. Aber auch diese sollten von Markenherstellern sein. Beim Vergleich der Verpackungen findet man deutlich längere Haltbarkeitszeiten angegeben. Eine Stehlampe mit einem LED Deckenfluter und einer LED-Leselampe aus dem Hochpreissegment macht ebenfalls Probleme. Beide Lampen kann man dimmen. Bei höchster Leistung jedoch flunkert gelegentlich das Licht. Möglicherweise ist das ein Überhitzungsproblem und möglicherweise schaltet sich die Lampe von selbst kurz aus bevor da irgendwas durchschmilzt. Abgesehen von dem lästigen Flunkern, bleibt natürlich die Unsicherheit ob diese bald kaputt gehen könnte.
  • Umweltbilanz
    von REDAKTION am 31.10.2012 um 18:37
    Die Bruchgefahr ist bei Verwendung von festem statt flüssigem Quecksilber sowie einem Splitterschutz aus Kunststoff deutlich reduziert. Nur eine Lampe, die beides aufweist, wird im Punkt "Raumluftbelastung" positiv bewertet. Auch die Quecksilberbilanz wird bei Energiesparlampen nur in 2 Fällen als positiv gewertet. Was die Produktionsbedingungen betrifft, so können die in einem Produkttest nicht erschöpfend bewertet werden, das ist Thema unserer Ethik-Tests. Ihr Konsument-Team
Bild: VKI