Energiesparlampen im Test

Gut für Börsel und Umwelt

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Konsument 3/2008 veröffentlicht: 20.02.2008

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  • Der Kaufpreis amortisiert sich in jedem Fall
  • Nicht jede Lampe ist für jeden Zweck geeignet
  • In der Praxis gibt es kleine Schwächen

Energiesparlampen statt Glühbirnen?

Der Markt für Energiesparlampen boomt. Allein in Österreich wurden im Vorjahr rund zwei Millionen Stück verkauft – mehr als doppelt so viele wie 2006. Einige Staaten wie etwa Australien, Kanada oder Großbritannien haben den gänzlichen Umstieg auf Energiesparlampen zu einem zentralen Bestandteil ihrer Klimaschutzpolitik erklärt. Auch die EU will Glühbirnen aus Haushalten und öffentlichen Räumen ab 2009 verbannen, um den Stromverbrauch zu drosseln. Tatsache ist, dass die herkömmlichen Glühlampen technisch überholt sind und in vielen, wenn auch (noch) nicht in allen Bereichen durch Sparlampen abgelöst werden können.

Unser Test von 24 Produkten mit Schraubsockel (E 27 bzw. E 14) und verschiedenen Bauformen belegt den hohen Entwicklungsstand, zeigt aber auch, dass der Griff zu Billigprodukten nur bedingt sinnvoll ist.

Unterschiede bei der Lebensdauer

Damit sich die teils erhebliche Preisdifferenz gegenüber Glühlampen lohnt, müssen die Sparlampen nicht nur weniger Strom verbrauchen, sondern auch deutlich länger als 1.000 Brennstunden halten. In der Regel nennen die Anbieter auf den Verpackungen die durchschnittliche Lebensdauer. Bei den Testprodukten sind dies zwischen 6.000 und 15.000 Betriebsstunden – Angaben, die sich nicht immer mit der Realität decken. Da die Lebensdauerprüfung derzeit noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich nur so viel sagen, dass bisher knapp die Hälfte der Lampen eine mittlere Brenndauer von rund 10.000 Stunden geschafft hat.

Weniger erfreulich ist, wenn die angegebene Brenndauer gleich um 1.000 oder mehr Stunden unterschritten wird. Dies ist aber nicht unbedingt eine Qualitätsfrage, sondern eine der falschen Deklaration. Die Hersteller sollten ja eigentlich die tatsächliche Lebensdauer ihrer Produkte kennen.

Nicht drin, was drauf steht

Eine ähnliche Problematik findet man auch bei der Angabe der Wattzahl. Bei den getesteten Lampen von Isotronic und Luxxx lag die gemessene Leistungsaufnahme zum Teil deutlich unter der auf der Verpackung angegebenen. Eine 11-Watt-Sparlampe entspricht in etwa einer 60-Watt-Glühlampe, 20 Watt wiederum ersetzen 100 Watt. Liegen die tatsächlichen Werte allerdings nur bei 7,2 Watt (Isotronic ohne Typenbezeichnung) bzw. 13,1 Watt (Luxxx Energy- Saver Globe), dann wird es nach dem Lampentausch im Raum merklich dunkler.

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Bild: VKI