Fernwärme

Große Unzufriedenheit

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KONSUMENT 3/2015 veröffentlicht: 26.02.2015

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In einer Online-Umfrage haben wir zur Jahreswende Bezieher von Fernwärme über ihre Zufriedenheit befragt.

Überraschend viele, nämlich 1.164 Personen, haben sich daran beteiligt, die meisten davon aus Wien; rund die Hälfte sind Kunden von Wien Energie. Die Unzufriedenheit ist generell sehr hoch – rund 27 % bezeichnen sich als eher nicht oder gar nicht zufrieden.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Fernwärmelieferanten?

 

Fernwärme Umfrageergebnisse: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Fernwärmeliferanten? (Bild: VKI)

Wobei als am meisten störend der Zwang empfunden wird. 88 % kritisieren, dass ein Anbieterwechsel so gut wie unmöglich ist. Fast ebenso viele stoßen sich an den hohen Kosten (83 %); diese sind ihrer Ansicht nach viel höher, als es nötig wäre. Und 74 % haben wenig bis kein Verständnis dafür, dass Energiesparen nicht honoriert wird, weil nicht der tatsächliche Verbrauch ermittelt wird.

Keine funktionierende Beschwerdestelle

Angesichts dieser hohen Rate der Unzufriedenheit ist es umso bedenklicher, dass es keine funktionierende Beschwerdestelle gibt. Anders als etwa bei Strom und Gas, wo eine unabhängige Beschwerdestelle existiert, wird diese Funktion für Fernwärmekunden von den Betreibern selbst wahrgenommen, nämlich vom Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen. Kein Wunder, dass diese Beschwerdestelle von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. In der Umfrage haben 88 % angegeben, noch nie von dieser Stelle gehört zu haben. Nur 1,1 % haben mit ihr gute Erfahrungen gemacht.

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Kommentare

  • Kosten geradezu explodiert
    von Brigitte Ecker BA am 18.11.2016 um 09:16
    Ich habe nur laut Schein des Ablesers gerade einmal 23 Prozent mehr verbraucht als im Jahr davor und soll das Doppelte zahlen. Voriges Jahr habe ich gerade einmal eine Nachzahlung von 38 Euro gehabt plus erste Vorschreibung von 49 Euro. Jetzt eine Nachzahlung von 242 Euro und neue Vorschreibungsrate von 105, zu zahlen binnen fünf Wochen. Das kann ich nur aufbringen, weil ich die Vorauskasse für die Studiengebühren schon reserviert habe. Mir bleibt nichts anders übrig, als nur einen Heizkörper maximal fünf Stunden täglich aufzudrehen, zum Glück ist die Wohnung klein, damit ich wieder auf den alten Betrag komme. Und auch sonst knausern an allen Ecken und Enden und das Geld aufs Sparbuch legen, falls wieder so böse Überraschungen bei den Wohnkosten kommen. Laut Fernwärme ist das korrekt, da ich am 1.1.2015 die Wohnung übernommen habe, haben sie da "hochgerechnet", daher haben sie angenommen, dass mein erster Stand 14 ist und nicht 23. Von einer Beschwerde sehe ich fürs erste nach der Lektüre dieses Artikels ab, da eh sinnlos. Allerdings bezweifle ich, dass ein Betreiberwechsel, wäre er mir möglich, etwas bringen würde und lege das Geld zähneknirschend hin und schaue wie ich den bis Jänner fehlenden Betrag zusammenbekomme.
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