Haustürgeschäfte mit Strom

Fragen verboten

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 12/2001 veröffentlicht: 01.12.2001

Inhalt

Erste Erfahrungen zeigen: Stromlieferverträge sollten nicht zwischen Tür und Angel geschlossen werden.

Mit der Liberalisierung des Strommarktes ist der Kampf um den Kunden entbrannt. Und wie in anderen Branchen auch wird dieser Kampf an der vordersten Front – an der Haustür – am erbittertsten geführt. Wir haben uns zwei Fälle näher angesehen.

Ranger Marketing für Raiffeisen

Im ersten geht es um die Firma Ranger Marketing, die im Auftrag der Raiffeisen Ware Wasserkraft (RWA) den Abschluss von Stromlieferverträgen vermittelt. Und das fix: Wer sich den Namen Ranger gibt (laut Duden ein Elitesoldat für Überraschungsangriffe in feindlichem Gebiet), ist offenbar nicht an langen Diskussionen interessiert. Einem interessierten Konsumenten beschied ein Ranger-Vertreter, dass er leider keinen Prospekt mehr hätte, weil ihm die Leute bei den vorhergehenden Haustürbesuchen die Prospekte aus den Händen gerissen hätten: „Der einzige Prospekt, den ich noch habe, bin ich.“ Doch der wandelnde Prospekt lüftete sein Mäntelchen nur ein ganz klein wenig: Außer dem lapidaren Versprechen, man werde sich 700 Schilling (rund 51 Euro) im Jahr ersparen, wurden keine Informationen geboten. Auch ein Vertragsformular durfte der Konsument nicht behalten: „Nein, das ist ein Original, das kann ich Ihnen leider nicht geben.“

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen
KONSUMENT-Probe-Abo