Heizkosten

Heizen mit wenig Kohle

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KONSUMENT 1/2012 veröffentlicht: 30.12.2011

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Bei den Heizkosten ist neuerlich ein Teuerungsschub zu verzeichnen, vor allem bei Heizöl. Doch der Umstieg auf billigere und erneuerbare Energieträger ist nicht allen möglich.

Die Heizkosten steigen und steigen. Auch im letzten Jahr hat es bei den meisten Energieträgern starke Preissteigerungen gegeben. Dem vorliegenden Vergleich liegen die Preise von November 2011 zugrunde. Im Vergleich zu November 2010 hat sich vor allem Heizöl massiv verteuert – plus 25 Prozent. Erdgas wurde ebenso wie Fernwärme um rund 8 Prozent teurer. Aber auch die erneuerbaren Energieträger haben mitgezogen: Ein Plus von 7 Prozent war bei Pellets zu verzeichnen.

Preise klaffen weit auseinander

Die Preise der unterschiedlichen Energie­formen klaffen weit auseinander. Bei einer Hackgut-Zentralheizung betragen die Kosten pro kWh 2,55 Cent, bei einem mit Tag- strom betriebenen Direktheizgerät hingegen 18,03 Cent. Die gängigen Energieträger ­liegen dazwischen: Erdgas kommt auf 7,77 Cent, Heizöl auf 10,31 (bei jeweils zeitgemäßer Technologie, also neue Heizungs­anlage und Brennwertkessel). Fernwärme kostet (in Wien) 9,51 Cent; die Pellets-Zent­ralheizung liegt mit 5,89 Cent doch deutlich unter den Preisen ihrer Hauptkonkurrenten.

100 Euro oder 6.000

Die Heizkostenbelastung ist je nach den ­Gegebenheiten noch wesentlich unterschiedlicher: So braucht der Besitzer eines Niedrigenergiehauses mit 120 m² Wohnfläche nur 107 Euro für die gesamte Heizsaison zu ver­anschlagen, wenn er mit einer Hackschnitzelanlage heizt. Ein altes, ungedämmtes Ein­familienhaus derselben Größe verschlingt hingegen 4.760 Euro, wenn nur Tagstrom zum Heizen zur Verfügung steht. Wer mit Kohle heizt, muss teilweise noch mehr auslegen: Alte Einzelöfen, mit Briketts befeuert, verbrennen über 6.000 Euro des Haushaltsbudgets.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Kaminholz im Karton Kaminofen, Scheitholz (1 m) Durchbrandkessel, Scheitholz (1 m) Holzvergaserkessel, Kaminholz (0,33 m) Kachelofen, Hackgut Jahresmenge Zentralheizung, Holz-Briketts Kaminofen , Holz-Briketts Kachelofen , Pellets Einzelofen , Pellets Zentralheizung , Erdgas Bm³ Gaskonvektor , Erdgas Bm³ Gaskessel , Erdgas Bm³ Brennwertkessel , Flüssiggas Gaskessel, Flüssiggas Brennwertkessel, Heizöl EL Einzelofen, Heizöl EL Gebläsekessel , Heizöl EL Brennwertkessel , Brikett-Rekord Durchbrandkessel , Steinkohle (Polen) Durchbrandkessel , Hüttenkoks Brech 3 Durchbrandkessel , Brikett-Rekord Einzelofen , Tagstrom Direktheizgeräte , Nachtstrom Speicherofen , Tagstrom Erdwärmepumpe, Nachtstrom Erdwärmepumpe , Fernwärme pro m² beheizbare Nutzfläche Zentralheizung

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9 Stimmen

Kommentare

  • Feuchtegehalt
    von REDAKTION am 27.01.2012 um 15:23
    Feuchtes Holz (Restfeuchte 25 bis 35%) verliert ein Drittel seiner Heizenergie. Außerdem steigen die Schadstoffe im Abgas um ein Vielfaches. In manchen Baumärkten wird sowhl feuchtes als auch getrocknetes Holz angeboten. Bei unserem Heizkostenvergleich wird bei Holz aus dem Baumarkt eine Restfeuchte von unter 20% angenommen. Im Elektromarkt gibt es preiswerte Messgeräte (rund 20 Euro), die in der Regel recht zubverlässig die Restfeuchte angeben. Ihr Konsument-Team
  • Feuchtegehalt von Holz
    von gustuser am 25.01.2012 um 10:03
    Von Holzhändlern und in Baumärkten wird Holz mit vollkommen unterschiedlichen Trocknungsgraden angeboten. Manchmal wird der Trocknungsgrad nicht, manchmal unrichtig, manchmal korrekt angegeben. Feuchtes Holz brennt jedenfalls im Kaminofen bedeutend schlechter an, raucht stark und stellt offensichtlich auch eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. Natürlich lagern die "Profis" feuchtes, billigeres Holz ein und lassen es selbst entsprechend trocknen. Doch diese Möglichkeit haben wir beispielsweise nicht. Daher meine Frage: In wieweit beeinflusst der Feuchtegehalt den Preis pro Energieeinheit?
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo