Heizkosten

Kostenlawine und Klimakiller

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Konsument 1/2011 veröffentlicht: 16.12.2010

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  • Die Preise steigen unaufhörlich
  • Sparen kann jeder – auch bei den Emissionen
  • Mit Holz auf dem richtigen Weg

Die Heizkosten verschlingen – nach den Kosten für Wohnungsmiete oder Rückzahlung des Wohnungskredites – den größten Brocken des Haushaltsbudgets. Mit Jahreskosten von rund 2.500 Euro muss ein Eigen­heimbesitzer (120 m²) schon rechnen, ­sofern er über eine neuwertige Heizungs­anlage verfügt; bei einer alten liegen die Kosten noch wesentlich höher.

Starke Preissteigerung

Und die Kosten werden nicht geringer. Egal ob wir gerade in einer schlimmen Krise stecken oder ob Hochkonjunktur herrscht, die Preise scheinen unaufhörlich zu steigen. Dass dies nicht bloß eine "gefühlte" Entwicklung ist, sondern eine handfeste Tat­sache, ­beweist ein Blick in die Statistik.

Strom

So ist der Strompreis seit dem Jahr 2007 von etwa 16,1 auf 18,0 Cent/kWh gestiegen, das ist ein Plus von rund 12 Prozent (berechnet wurde der Median aller Anbieter für Wien).

Erdgas

Ähnlich die Situation bei Erdgas: Mit 6,84 Cent pro Kilowattstunde lag der Preis zum Jahreswechsel um 15 Prozent über ­jenem von 2007. Er ist zwar zuletzt gesunken, aber bei Weitem nicht im versprochenen Ausmaß. Als die Preise vor rund drei Jahren nämlich um über 26 Prozent hinaufschnalzten, hatten die Anbieter von einer vorüber­gehenden Preishausse gesprochen, die mit den nächsten langfris­tigen Lieferverträgen wieder rückgängig gemacht ­würde.

Heizöl

Bei Heizöl hat es – bedingt durch massive Spekulationen – im Jahr 2008 einen riesigen Preissprung gegeben, danach gingen die Notierungen zurück. Aber seit März 2009 gibt es wieder einen Aufwärtstrend. Im Vergleich zu unserer Erhebung im September 2009 ist der Heizölpreis um 18 Prozent auf 77,3 Cent pro Liter gestiegen.

Da er mit den inter­nationalen Spekulationen um die Erdöl­notierung korreliert, gibt es auch keine schlüssige Antwort auf die Frage, wann denn der beste Zeitpunkt zum Einlagern ist. Die Empfehlung, außerhalb der Heiz­periode zu bestellen, mag zwar einiges für sich haben. Doch wenn die nächste ­Ölpreis-Hausse ausgerechnet im Sommer stattfindet, hat man Pech gehabt.

Holzpellets

Die stark steigende Nachfrage nach Holzpellets hat 2006 zu einer dramatischen Verknappung und damit zu einem massiven Preissprung geführt: knapp 27 Cent pro ­Kilo mussten damals berappt werden. ­Seither hält das Angebot mit der Nach­frage ­einigermaßen Schritt. Im September 2009 betrug der Preis 20,5 Cent, ­zuletzt 21,5 Cent; das entspricht einem Plus von rund 5 Prozent.

Details zur Preisentwicklung können Sie durch den Vergleich der aktuellen Tabelle mit den Tabellen früherer Veröffentlichungen in unserem Heizkosten Extra nachvollziehen.

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Kommentare

  • der Staat
    von chabron am 26.03.2011 um 11:37
    verdient am Besten mit der Energie Abgaben/Steuern was das Zeug hält drauf hauen ob Arme oder Pensionisten, ohne Politikerpension, wie z.B. vorher erwähnt 8 Monate sparen müssen, ist den Parlamentariern völlig egal Hauptsache ihre Wohnungen sind warm diese verfluchte Energiesteuer hat der Eintreiber Staat ja nötig um mit Geldern Ausland zu sponsern
  • heizung
    von horststriessnig am 20.01.2011 um 11:21
    manche pensionisten müssen 8 monate im jahr nur für die heizung sparen
Bild: VKI