Heizkosten sparen, berechnen, senken

Günstig heizen kostet Geld

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KONSUMENT 1/2014 veröffentlicht: 02.01.2014, aktualisiert: 30.01.2014

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Wie senke ich meine Heizkosten? Soll ich mit Holz, Gas, Öl, Kohle oder Strom heizen? Bei den Heizkosten lässt sich eine Menge Geld sparen. Es gilt, den richtigen Mix zu finden zwischen teuren Investitionen und niedrigen Brennstoffkosten - ein Preisvergleich.

Warum muss Heizen so teuer sein? Die Wärme der Sonne und die Erdwärme stehen uns gratis zur Verfügung, doch leider bedarf es großer Aufwendungen, diese auch für die Beheizung der Wohnung oder des Eigenheims zu nutzen. Sonnenenergie ist realistischerweise nur für die Warmwasserbereitung einsetzbar, Wärme aus der Erde muss erst komprimiert und herantransportiert werden.

Brennstoffkosten bei Wärmepumpen

Dazu benötigt man eine Wärmepumpe, die ihrerseits Energie verbraucht. Sie benötigt gut eine Kilowattstunde (kWh) Strom, um eine Wohnung mit vier kWh Wärmeenergie zu versorgen – wenn die gesamte Anlage hocheffizient arbeitet. Unter diesen Bedingungen kommt man auf Brennstoffkosten von 3,91 Cent pro kWh, wie sie in unserer Tabelle ausgewiesen sind (Stand November 2013).

Die Erdwärmenutzung mittels Wärmepumpe wird (sinnvoll oder nicht) zu den elektrischen Energieformen gezählt. Es ist die einzige Möglichkeit, mit Strom zum Heizen billig davonzukommen.

Preisvergleich: Heizen mit Strom am teuersten

Die Nutzung der Umgebungsluft zur Wärmegewinnung (nicht in der Tabelle angeführt) ist schon weniger effizient. Heizen mit Elektroradiatoren (Direktheizgeräten) ist überhaupt die teuerste Form des Heizens: 19 Cent pro kWh; das ist weit entfernt von allen herkömmlichen Heizungen mit Holz, Erdgas, Heizöl oder Fernwärme. Und auch wenn man Nachtstrom bezieht und die umgewandelte Wärme im Speicherofen für die Abgabe tagsüber speichert, kommt man nicht wesentlich billiger davon (14,98 Cent).

Holzheizung: am billigsten vom Bauern

Vom Spezialfall Erdwärme abgesehen kommt das Heizen mit Holz am billigsten. Wobei die Unterschiede enorm sein können – je nachdem, ob man mit einem Einzelofen (Kaminofen) heizt und das Holz dafür in kleinen Paketen vom Baumarkt bezieht (in der Tabelle: Kaminholz im Karton) oder eine Zentralheizung betreibt und das Holz vom Bauern abholt. Der "Preis ab Wald" für Scheitholz kommt dann im günstigsten Fall auf 3,61 Cent/kWh.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Kaminholz im Karton Kaminofen, Scheitholz (1 m) Durchbrandkessel, Scheitholz (1 m) Holzvergaserkessel, Kaminholz (0,33 m) Kachelofen, Hackgut Jahresmenge Zentralheizung, Holz-Briketts Kaminofen , Holz-Briketts Kachelofen , Pellets Einzelofen , Pellets Zentralheizung , Erdgas Bm³ Gaskonvektor , Erdgas Bm³ Gaskessel , Erdgas Bm³ Brennwertkessel , Flüssiggas Gaskessel, Flüssiggas Brennwertkessel, Heizöl EL Einzelofen, Heizöl EL Gebläsekessel , Heizöl EL Brennwertkessel , Brikett-Rekord Durchbrandkessel , Steinkohle (Polen) Durchbrandkessel , Hüttenkoks Brech 3 Durchbrandkessel , Brikett-Rekord Einzelofen , Tagstrom Direktheizgerät, Nachtstrom Speicherofen , Tagstrom Erdwärmepumpe, Mischtarif Erdwärmepumpe , Standardtarif Zentralheizung, Niedrigenergietarif Zentralheizung

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6 Stimmen

Kommentare

  • pelletspreise
    von michaelkreitz am 11.02.2014 um 11:29
    Ich beziehe mich auf den Leserbrief von Herrn Putschlögl wegen den pelletsreisen.Er hat vollkommen recht,dass die preise jedes Jahr wesentlich schneller steige.Und es wird warscheinlich noch schlimmer kommen,denn es werden immer mehr grössere Wohnanlagen mit Pellets beheizt,die in der WOche 15 to verbrauchen. Ausserdem werden unsere österreichischen Betriebe an GERMAN PELLETS verscherbelt,der mittlere in Österreich zum grössten Anbieter geworden ist.FIRESTIX,GLECHNER HEIZWERT wurden bereits von GERMAN PELETS aufgekauft,und es werden nicht die letzten gewesen sein!! Das Resultat kann sich jeder ausrechnen. Aber, Pellets sind momentan immer noch am billigsten. herzliche Pelletsgrüsse,Michael Kreitz,Wörgl
  • Gebe dem Bericht nur 2*
    von shoper1030 am 27.01.2014 um 18:38
    da sich die effektiven Kosten sehr schwer auf Durchschnittswerte herunterrechnen lassen. Wir haben seit 3Jahren ein Brennwertgerät f. 114m² Fußbodenheizung und Radiatoren 50/50. Der Invest betrug inkl. MwSt. 19tsd Eur. minus 2.500Eur Rabatt= 16.500Eur. Wobei die Folgekosten wesentlich geringer ausfallen werden, da die teure Kaminsanierung der Fa. Ahrens wegfällt. Es handelt sich um eine Altbauwhg. in Wien mit Wärme-Kälteschutz Holzfenster, neuer isolierter Estrich, 3,4m Raumhöhe. Wir bezahlen für Warmwasser und Heizung ca. 650- 730Eur pro Abrechnungsjahr. Je nach Winter einmal mehr einmal weniger. Gaslieferant ist Goldgas, Leitung, wie kann es auch anders sein -), von Wien Energie. Einsparung gegenüber alter Therme zwischen 20-30% und am Ende kommt man durch den teuren Invest wieder fast auf das Selbe. Bei unserer Überlegung war weniger das Finanzielle wie der Umweltgedanke vorrangig. Abgesehen davon, sobald unsere Kinder ausgezogen sind kommt ein moderner Holzofen als Zusatzheizung. Im Winter die Vorhänge hinter den Radiatoren zuziehen brachte uns schon vor dem Brennwertgerät ca. 5%Ersparnis.
Bild: VKI