Heizkostenvergleich

Deutliche Preisunterschiede

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KONSUMENT 11/2012 veröffentlicht: 25.10.2012

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KONSUMENT-Heizkostenvergleich: Wer die Wahl hat, kann sich zwischen sehr unterschied­lichen Energieformen ent­scheiden und im Extremfall eine Menge Geld sparen. Aber auch die vielen Konsumenten, die keine Wahl haben, können ihre Heizkosten spürbar senken.

Heizkosten gehören zu den größten Brocken im Haushaltsbudget. Daher lohnt es sich, ­jedes Einsparungspotenzial zu nutzen. Die Unterschiede können enorm sein – je nach Gebäudedämmung, Heizanlage und nicht zuletzt der Energieform.

Holz kostet ab 3,64 Cent pro kWh

Mit Holz können Sie Heizkosten sparen; mit Holz kann man am billigsten über den Winter kommen – wenn man die Unbequemlichkeiten (Selbstabholung ab Wald oder Bauernhof, händisches Nachlegen) in Kauf nimmt. Da ist man schon mit Heizkosten ab 3,64 Cent pro kWh dabei – vorausgesetzt, man verfügt über ­eine neue, effiziente Heizanlage (Stand: Mitte September 2012). Eine Pellets-Zentral­heizung ist schon deutlich teurer: 5,82 Cent.

Erdgas oder Heizöl kosten deutlich mehr

Die gängigen Heizformen Erdgas oder Heizöl können da nicht mit­halten, sie kosten 7,65 Cent bzw. 10,72 Cent und sind damit bereits deutlich ­teurer, selbst wenn man über einen Brennwertkessel verfügt. Heizen mit Strom ist entschieden das teuerste Unterfangen: heizkosten von 18,37 Cent für Tagstrom sind einsame Spitze. Die elektrische Energie steht aber auch für eine Billigvariante beim Heizen: Mit einer Erdwärmepumpe kommt man schon mit 3,75 Cent pro kWh aus (Mischstrom­tarif). Allerdings handelt es sich dabei streng genommen nicht um ­eine Elektroheizung. Die Erdwärme steht ja kostenlos zur Ver­fügung, sie wird von der Wärmepumpe ­komprimiert und in die Innenräume transportiert. 

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Kaminholz im Karton Kaminofen, Scheitholz (1 m) Durchbrandkessel, Scheitholz (1 m) Holzvergaserkessel, Kaminholz (0,33 m) Kachelofen, Hackgut Jahresmenge Zentralheizung, Holz-Briketts Kaminofen , Holz-Briketts Kachelofen , Pellets Einzelofen , Pellets Zentralheizung , Erdgas Bm³ Gaskonvektor , Erdgas Bm³ Gaskessel , Erdgas Bm³ Brennwertkessel , Flüssiggas Gaskessel, Flüssiggas Brennwertkessel, Heizöl EL Einzelofen, Heizöl EL Gebläsekessel , Heizöl EL Brennwertkessel , Brikett-Rekord Durchbrandkessel , Steinkohle (Polen) Durchbrandkessel , Hüttenkoks Brech 3 Durchbrandkessel , Brikett-Rekord Einzelofen , Tagstrom Direktheizgerät, Nachtstrom Speicherofen , Tagstrom Erdwärmepumpe, Mischtarif Erdwärmepumpe , Fernwärme
Standardtarif Zentralheizung, Fernwärme
NE-Tarif
Zentralheizung

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Kommentare

  • Aufschlußreich ...
    von MainziMan am 19.01.2013 um 19:55
    folgendes Problem: es handelt sich um einen Neubau in Passivhausbauweise (lt. Energieausweis A++) die Heizung bzw. Warmwasseraufbereitung erfolgt mit Fernwärme wir haben eine Klimaanlage einbauen lassen, weil im Sommer Temperaturen von 27°C und mehr unerträglich waren diese ist auch in der Lage zu heizen, funktioniert dann wie eine Wärmepumpe macht das Sinn, weniger mit der eigentlichen Heizung (Fernwärme) und die Differenz mit der Klimaanlage (Strom) dazuzuheizen? sprich wie sieht die Gesamtenergiebilanz aus? oder anderes gerechnet, wenn ich 100 kWh weniger Fernmwärme benötige, wieviel Strom benötige ich für die selbe Wirkung? Nebenparameter: 1 kWh Fernwärme kostet zwischen 1/3 und 1/2 von einer kWh Strom
  • Vergessen?
    von REDAKTION am 11.12.2012 um 16:33
    Es handelt sich ausdrücklich um einen Vergleich der Heizkosten, das sind die Kosten für den Energieverbrauch, die Investitionskosten sind davon zu trennen. Das heißt nicht, dass die Investitionskosten vernachlässigbar wären. Wir weisen auch immer wieder darauf hin, wie unterschiedlich diese sein können. Im Prinzip gilt: je niedriger die Investitionskosten desto höher die laufenden Kosten (= Heizkosten). Ihr Konsument-Team
  • einer der wichtigsten Vergleichs Faktoren wurde vergessen
    von hubi33 am 11.12.2012 um 16:04
    die Investitions Kosten.
  • Krankheitskosten?
    von REDAKTION am 06.11.2012 um 10:48
    Auch fossile Energieträger müssen transportiert werden, meist viel weiter als lokal erzeugte Biomasse und mit einem sehr hohen Umweltrisiko (Ölunfälle). Ad Emissionen: Jeder Brennstoff hat spezifische Emissionen beim Verbrennen (Öl erzeugt auch Feinstaub). Und zeitgemäße Holzöfen, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert sind, emittieren nachweislich sehr geringe Mengen, die verglichen mit alten Öfen um den Faktor 100 bis 500 geringer sind. Ihr Konsument-Team
  • Holzheizung verursacht Krankheitskosten
    von Neuberger am 27.10.2012 um 15:39
    Holz-Einzelöfen werden im Interesse der Forstwirtschaft gefördert, bringen aber wenig CO2-Einsparung, wenn das Holz in die Stadt transportiert wird und die Asche auf die Deponie. Die hohe Feinstaubemission bei der Holzverbrennung verursacht Krankheiten, deren Kosten von Ihnen nicht berücksichtigt wurden: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22569207
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo