LED-Lampen

Teures Dekor

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Konsument 2/2010 veröffentlicht: 18.01.2010

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  • LED-Lampen sind langlebiger als Energiesparlampen
  • Sie stellen derzeit noch keine vollwertige Alternative dar

Seit September 2009 sind Glühlampen mit mindestens 100 Watt sowie generell solche mit mattem Glas nicht mehr im Handel. Im September 2010 folgt die nächste Stufe: 75-Watt-Birnen dürfen ab dann nicht mehr ausgeliefert werden. Sie sollen durch Energiesparlampen (ESL) ersetzt werden, die in objektiven Tests recht gute Resultate erzielen, wenigstens zum Teil (siehe Energiesparlampen 2/2009). Auf der anderen Seite sind die Erfahrungen der Konsumenten mit Energiesparlampen denkbar schlecht.

Schlechte Konsumentenerfahrungen

Von 90 Erfahrungsberichten, die uns unsere Leserinnen und Leser im Frühjahr 2009 zusandten, waren 70 negativ; nur 7 waren positiv, 13 konnten als neutral gewertet werden. Wenn 4 von 5 Benutzern über negative Erlebnisse berichten, kann davon ausgegangen werden, dass viele ESL-Produkte noch immer Kinderkrankheiten haben. Die sind: geringe Schaltfestigkeit, kürzere Lebensdauer als deklariert, geringere Leuchtkraft, lange Startzeit, nicht für Dimmer oder elektronische Schalter geeignet, und nicht zuletzt ästhetische Einwände.

Ersatz für Energiesparlampen?

Grund genug, sich nach einer anderen Alternative umzusehen: LED, also Licht emittierende Dioden – Halbleiterkristalle werden durch Strom zum Leuchten gebracht. In der Computerindustrie sowie bei der Fahrzeugbeleuchtung und in Taschenlampen sind sie bereits gang und gäbe. Nun sollen LED-Lampen auch den Wohnbereich erobern und die Energiesparlampen-Ära zu einer vorübergehenden Episode machen. Die Energieausbeute ist schon heute größer als jene der Sparlampe und die Lebensdauer höher. Nachteil: LEDs sind derzeit noch zu teuer, ihre Helligkeit lässt sehr zu wünschen übrig. So braucht man als Ersatz für eine klassische 60-Watt-Birne 3 bis 10 LED-Lampen – zum Preis von je 20 bis 40 Euro.

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Kommentare

  • LED Leuchtmittel Selbsttest (2)
    von Walzo am 02.02.2012 um 00:36
    1. Februar 2012. Nach dem ersten Selbsttest habe ich mich zu einem zweiten Versuch entschlossen und eine "XQ-lite" Type XQ9904 gekauft. Laut Kartonblattaufdruck 115 Lumen, 2,4 Watt. Verbaut sind 48 LED´s. Abstrahlwinkel 60°. Die Verbrauchmessung ergab 0,031 bis 0,041 Ampere (in diesem Bereich pendelnd) bei 226,5 Volt Netzspannung. Rechnerische Leistungsaufnahme daher 8,15 Watt. Ich habe eine Mail an "info@ranex-gmbh.de" mit der Anfrage wegen der doch sehr abweichenden tatsächlichen Stromaufnahme gesendet (schon anlässlich des ersten LED Leuchtmittel Selbsttestes). Auch eine Urgenzmail wurde nicht beantwortet. Internetseite dazu: "www.ranex-gmbh.de". Weiter testende Grüße Walzo
  • LED-Leuchtmittel Selbsttest
    von Walzo am 27.01.2012 um 12:04
    27. Jänner 2012 Habe mir 2 verschiedene LED-Leuchtmittel 230Volt/GU10-Sockel zu Testzwecken gekauft. 1. Aufdrucke am Lampensockel: "ECONOMIC LIGHTNING 89512" sowie "GU10 4x1W/LED warmwhite". Interessanterweise sind jedoch nur 3 LED´s verbaut. Leuchtcharateristik ist eher "Strahler". Die Verbrauchmessung ergab 0,013 bis 0,018 Ampere (in diesem Bereich pendelnd) bei 224 Volt Netzspannung. Rechnerische Leistungsaufnahme daher 3,47 Watt. Finde ich in Ordnung. 2. "XQ-lite" Type XQ1140 (wird auf der Internetseite www.xq-lite.com im Typenverzeichnis nicht aufgeführt). Laut Kartonblattaufdruck 200 Lumen, 3 Watt. Verbaut sind 60 LED´s. Leuchtcharateristik ist "Diffus". Die Verbrauchmessung ergab 0,034 bis 0,043 Ampere (in diesem Bereich pendelnd) bei 224 Volt Netzspannung. Rechnerische Leistungsaufnahme daher 8,62 Watt. Diese Differenz zwischen angegebener und realer Leistungsaufnahme finde ich NICHT in Ordnung. Würde mir daher vom "Konsument" einen derartigen Test der realen Verbrauchswerte wünschen. Liebe Grüße an alle Leser (und Tester) Walzo
  • LEDON
    von Schiebl am 20.10.2011 um 15:54
    Ich vermisse LEDON - 3 davon im Einsatz und beste Erfahrungen. Weder vom Start noch vom Licht mit einer matten 60er zu unterscheiden. Schade also, das man den Technologieführer übergangen hat.
  • wer hat jetzt schon LED ?
    von chabron am 02.04.2010 um 23:23
    man muss nur wissen welche LED Leuchten für welchen Zweck man nimmt. Es wird einfach mal eine LED Lampe gekauft und in Betrieb genommen und mit einem 50 Watt "Halogenbrenner" verwechselt. Die LED Lampen sollte man auch technisch kennen dann ist man auch zufrieden wenn man die richtige kauft.
  • LED
    von Simader1 am 29.03.2010 um 22:19
    Ich vermisse in diesem Test die Power LED, wie sie in den Leuchtenprogrammen von Pilips (siehe Ledino Progamm/Philips) verwendet wird. Ich besitze eine derartige Leuchte mit 3 recht starken LED´s und bin schwer zufrieden damit. Die Lichtausbeute orientiert sich an einer 40 W Glühbirne und das Licht hat einen angenehmen Farbton! Leider scheinen diese LED noch nicht als Glühbirne vermarktet zu werden.
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