Mauertrockenlegung im Granithaus

Warmes Heizungsrohr

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Konsument 5/2007 veröffentlicht: 21.04.2007, aktualisiert: 30.04.2007

Inhalt

Leserbrief zu "Mauertrockenlegung" in "Konsument" 3/2007.

Kupferrohr mit 50 °C heißem Wasser

Ich vermisse in Ihrem Bericht eine Möglichkeit der Mauertrocknung für Granithäuser. Wir haben in unserem Haus folgende Variante eingebaut: In Estrich-Höhe wurde an allen Außenmauern sowie bei den tragenden Innenwänden ein Kupferrohr mit ca. 25 mm Durchmesser befestigt und entweder mit Putz oder Estrich vollflächig mit den Steinmauern verbunden. Durch dieses Kupferrohr fließt ständig ca. 50 °C heißes Wasser, das Steinmauerwerk wird im Nahbereich des Kupferrohres erwärmt und trocken gehalten, die ständig aufsteigende Kapillarfeuchtigkeit an jener Stelle nach außen gedrückt. Die Außenmauer wurde mit (diffusionsoffenem) Sanierputz verputzt, die Feuchtigkeit kann durchdiffundieren.

Erfolg ist verblüffend

Das Stein-Mauerwerk ist (innen) trocken, wobei anzumerken ist, dass auch die teilweise verlegte Wandheizung einen kleinen Beitrag leistet. Das heiße Wasser kommt aus einer Solaranlage mit 1000-Liter-Pufferspeicher, kombiniert mit einer Pellets-Stückholz-Heizung, die ebenfalls den Puffer anspeist. Im Sommer wird unsere Mauertrocknung fast zur Gänze von der Sonne gespeist, im Winter von der Heizung. Die Errichtungskosten betrugen vor 7 Jahren knapp 1500 Euro, zum Betrieb reicht eine normale Heizungs-Umlaufpumpe, der Mehrverbrauch an Heizmaterial ist marginal.

Manfred Buchgeher
Lasberg

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