Sicherheit bei Einbrüchen

Gelegenheit macht Diebe

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Konsument 9/2008 veröffentlicht: 25.08.2008

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Bei vielen Menschen ist die Angst groß, Opfer eines Einbruchs zu werden. So können Sie sich am besten davor schützen.

Eigentumsdelikte haben sich in den vergangenen Jahren zur wahren "Boombranche" entwickelt. Schuld daran sind neben sozialen Faktoren und der organisierten Kriminalität aus den Oststaaten teilweise auch die Opfer selbst, die sich nicht ausreichend um die Sicherheit in den eigenen vier Wänden kümmern. Dabei ist es in den meisten Fällen gar nicht so aufwendig, sich und sein Eigentum effektiv zu schützen.

Alle zwei Minuten

Statistisch betrachtet hat jeder dritte Österreicher in seinem Bekanntenkreis Opfer von Einbrüchen, und jeder Siebente ist schon selbst Opfer eines Einbruchs geworden. Jede Minute wird in Österreich mehr als ein Diebstahlsdelikt verübt, alle zwei Minuten findet ein Einbruch in geschlossene Räume statt. Eigentumsdelikte sind mit 70 Prozent der angezeigten Fälle mit großem Abstand die am häufigsten verübten Verbrechen in Österreich – und haben mit 25 Prozent die zweitniedrigste Aufklärungsrate aller Straftaten.

Einbrüche haben sich verdoppelt

Die Zahl der Einbrüche in ständig bewohnte Objekte hat sich von 2002 bis 2004 von 8.931 angezeigten Fällen auf 17.461 verdoppelt. Eklatant der Anstieg im Osten Österreichs: In Wien hat sich die Zahl der gemeldeten Fälle zwischen 2002 und 2004 fast verdreifacht (von 4.691 auf 11.613), in Niederösterreich verdoppelt (von 1.387 auf 2.744). Trotzdem ist das Problembewusstsein und damit die Verstärkung des Schutzes kaum gestiegen – eher im Gegenteil.

Ein wenig zu sorglos

Laut einer Studie des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie Wien fühlt sich mehr als die Hälfte der Wiener sicher, ohne etwas zur Erhöhung der Sicherheit an Haus- oder Wohnungstüre zu unternehmen. Für 17 Prozent sind zusätzliche Sicherheitseinrichtungen wie Sicherheitstüren "zu teuer", 12 Prozent sagen "die Nachbarn passen auf", 10 Prozent haben "an so etwas noch nicht gedacht" und für 9 Prozent "genügt die Haushaltsversicherung".

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