Solarstrom

Damit kein Schatten fällt

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KONSUMENT 8/2011 veröffentlicht: 18.07.2011

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Der Sonnenenergie gehört die Zukunft. Doch nicht alle Besitzer einer Solaranlage sind damit zufrieden. Worauf Sie achten sollten, um späteren Zoff zu vermeiden.

Solarmodule sind schon zu einem gewohnten Anblick geworden, die Dächer zahlreicher Einfamilienhäuser sind großflächig damit ­bestückt. Manche Besitzer bereuen diese ­Anschaffung inzwischen, denn die Anlage hat nicht das gebracht, was sie sich erwartet hatten. Damit es nicht so weit kommt, erfahren Sie hier, was die häufigsten Irrtümer und Fehler im Zusammenhang mit Solarstrom sind.

Strom aus Sonnenenergie

Es geht dabei um Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie; sie sind zu unterscheiden von Systemen zur ­Wärmeabgabe für Heizung und Warmwasser. Auch in unseren Breiten kann man damit seinen Bedarf an elektrischem Strom decken – freilich nur übers Jahr gerechnet. Im Winter muss der größte Teil des benötigten Stroms zugekauft werden, während im Sommer ­große Überschüsse erzielt werden, die man ins Netz einspeist, sprich: seinem Energieversorger zu einem bestimmten Preis verkauft.

Eigenversorger, aber Nettozahler

Per Saldo ist man damit sozusagen „energieautark“, das heißt aber nicht, dass die Stromrechnung übers Jahr gesehen auf Null sinkt. Denn für den eingespeisten Strom zahlen die Energieversorger lediglich 7 bis 9 Cent/kWh, während man für den zugekauften Strom 17 bis 18 Cent bezahlen muss. Nur Bauern und Gewerbebetriebe (mit entsprechend größeren Anlagen) bekommen laut Ökostromgesetz 25 bis 38 Cent für ihren Solarstrom.

Um Förderungen anfragen

Dafür kommen private Haushalte in den ­Genuss von Förderungen. Die bundesweite Förderaktion des Klimafonds ist allerdings meist sehr schnell vergeben. Einfacher ist es, an eine Landesförderung heranzukommen, die einige Tausend Euro ausmachen kann. Die Regelungen sind sehr unterschiedlich und meistens zeitlich begrenzt. Niederösterreich hat in den letzten zwei Jahren die großzügigste Förderung gewährt, nämlich 50 Prozent Fixzuschuss. Das konnte für eine Anlage, die auf eine Spitzenleistung von 5 bis 6 kW aus­gelegt ist, bis zu 12.000 Euro ausmachen.

Heuer ist die durchschnittliche Förderhöhe auf einen Bruchteil davon abgesackt, weil nur mehr drei Prozentpunkte der Zinsen für einen Sanierungskredit übernommen werden. Zusätzlich zu diesen Landesförderungen gibt es in vielen Gemeinden die Möglichkeit, auch eine Gemeindeförderung in Anspruch zu ­nehmen: Fragen lohnt sich!

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Kommentare

  • Wesentlich mehr als 7c für eingespeisten Strom
    von workingclasshero am 23.08.2011 um 12:47
    Sehr geehrtes Konsument Team, nur zur Information: wir erhalten für unsere private Photovoltaik-Anlage 16c / kWh Einspeisetarif. Dadurch rechnet sich die PV-Anlage wesentlich früher, und der Einspeisetarif ist fast gleich dem Verbrauchstarif. Ich nenne die Firma hier nicht, um nicht den Verdacht von Schleichwerbung aufkommen zu lassen. Es handelt sich aber um einen seriösen Anbieter, der auch bei der Errichtung der Anlage sehr hilfreich war. Diese Information wäre allerdings für Interessenten äußerst hilfreich, gerade in einem Konsument-Artikel. mfg
  • @ leserbrief vöslau: thermische solaranlage
    von oesterreich2 am 20.08.2011 um 18:29
    1.: bei mir heuer seit März: solaranlage gibt mir "fast gratis" warmwasser + heizung, waren ja doch einige kalte tage heuer im sommer...kein tropfen heizöl und kein kw strom nur für die pumpen...also billiger + umweltfreundlicher geht s sicher nicht 2.: überschuß im sommer: ist sicher ein thema auch bei mir, weil anlage 20qm hat, heuer so, weil es relativ wenig sonne gibt, meine erfahrung: kann mann abfangen durch dementsprechende puffer/boiler dimensionierung oder auch: schwimmbadbeheizung...: je nach qm was man am dach hat.... bei einer durchschnittlichen solaranlage NUR für WW kann ich mir überhaupt nicht vorstellen dass es da irgendwas gibt, denke der autor vöslau hat keine ahnung-
  • SOLAR - BEI VOLLKOSTENRECHNUNG NOCH IMMER EIN ÖKONOMISCHER UNSINN
    von voeslau am 10.08.2011 um 15:55
    ARGUMENTE WIE HIER VON KONSUMENT NOCHMALS ZUSAMMENGEFASST: DIE ARMORISATIONSZEIT 20 JAHRE IM GÜNSTIGSTEN FALL MINDERERTRÄGE VON 20% AUFWÄRTS SIND DIE REGEL NUTZUNGSDAUER DER ELEMENTE ZEITLICH BEGRENZT DAZU KOMMEN BEI THERMISCHEN SOLARANLAGEN DIE SOMMERLICHEN ÜBERSCHÜSSE DIE SICH UNGÜNSTIG AUF DIE GESAMTE ANLAGE AUSWIRKEN (BIS ZU VERKLUMPUNGEN DURCH HITZE IN ROHREN HOCHSTE DAUERBELASTUNGEN IM PUFFFERSPEICHER) LAUFENDE UMWÄLZPUMPEN WARTUNGSINTENSIV UND KOSTENAUWÄNDIG IM GEGENSATZ ZU WÄRMEPUMPEN EIN GUTES GESCHÄFT FÜR WIRTSCHAFT POLIT-LOBBYING UND NATÜRLICH INSTALLATEURSFIRMEN FÜR ÖKOFREAKS IDEAL FÜR VOLLKOSTENRECHNER EIN ÖKONOMISCHER UNSINN
  • Solarstrom-Feuerwehrschalter
    von fredily am 30.07.2011 um 12:01
    Sehr geehrte Damen und Herren! Man sollte die Konsumenten auf einen wesentlichen Sicherheitsmangel hinweisen denn die meisten Photovoltaik-Anlagen aufwesen und zwar besteht im Brandfall das Problem das die Module auch dann weiter Strom (bis zu 1000V) erzeugen wenn das Objekt vom Stromnetz abgeschalten ist. Aus diesem Grunde ist die Installation eines eigens dafür konzipierten Feuerwehrschalter sinnvoll der die Gleichstromleitung zwischen den Modulen und dem Wechselrichter stromlos schaltet. Damit kann dann ohne Gefahr gelöscht werden. Ing.Fritz Langer 4000/34162
Bild: VKI