Bericht zur Lage der Konsumenten

Von Abzocke bis Zahlscheingebühr

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KONSUMENT 1/2014 veröffentlicht: 05.11.2013

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Rund 865.000 Konsumenten haben sich 2011 und 2012 persönlich und telefonisch vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) und den Arbeiterkammern beraten lassen. Der "Bericht zur Lage der KonsumentInnen 2011-2012" beschreibt die häufigsten Ärgernisse.

1. Wohnen: Mieter werden über Gebühr zur Kasse gebeten

Der Bericht zur Lage der Konsumenten verdichtet Beschwerden und Anfragen von über 800.000 Betroffenen aus den Jahren 2011 - 2013 (Bild: VKI) 

Rund jeder fünfte Konsument ließ sich zum Thema Wohnen beraten: Die Mieter beklagten sich beispielsweise über falsche Betriebskostenabrechnungen, beanstandeten, dass Vermieter bei privaten Altbaumietwohnungen Mieten verrechnen, die in etwa gleich teuer sind wie freie Mieten. Es gibt keine Transparenz bei der Vereinbarung der Zu- und Abschläge. Kautionen werden von Vermieter mitunter zu Unrecht gekürzt oder gänzlich einbehalten. Für Erhaltungsarbeiten – Austausch einer defekten Therme – müssen Mieter, nicht zuletzt wegen der unklaren Rechtslage, mit Vermieter streiten.

2. Dienstleistungs-, Werkverträge: unfaire Klauseln 

Rund 15 Prozent der Konsumenten nervten unterschiedlichste Verträge: Die Betroffenen ärgerten sich etwa über Fitnesscenter, Handwerker, Partnervermittleragenturen. Meist enthielten die Verträge gleich mehrere ungesetzliche Klauseln zum Nachteil der Konsumenten, etwa überlange Bindungsfristen oder unzulässige Kündigungsverzichte, oder es wird eine automatische Vertragsverlängerung durch Verschweigen behauptet.

3. Rund ums Einkaufen: Ärger mit der Ware 

Zwölf Prozent der Beratungen drehten sich ums Kaufen: Lieferverzögerungen; mangelhafte Waren; Rücktrittsrechte werden nicht akzeptiert. Bei Fernabsatzgeschäften reist die Ware auf Gefahr der Konsumenten. Geht die Ware verloren oder werden sie beschädigt geliefert, müssen die Abnehmer sie trotzdem bezahlen, oder es werden nach einem Rücktritt unzulässige Versandspesen verrechnet.


Lesen Sie auch Verbraucherrechte-Richtlinie neu 6/2014.

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