Ausarbeitung von Digitalfotos

Pixel auf Papier

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Konsument 8/2005 veröffentlicht: 18.07.2005

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  • Profi-Ausarbeitung von Digifotos legt zu
  • Meist billiger als Eigendruck
  • Qualität auf Standard-Format fast überall gut

Digitale Bilder stark im Aufwind

Jetzt haben sie Hochsaison, die Fotoentwickler: Schließlich wird rund die Hälfte aller Aufnahmen – herkömmlich-analog wie auch modern-digital – im Urlaub geschossen. Wenngleich die analoge Fotografie derzeit noch „die Nase vorne hat“, gewinnt die digitale Aufnahme und Ausbelichtung rasant an  Terrain. So wird im heurigen Jahr ein Wachstum von fast 60 Prozent im Bereich der Fotoausarbeitung bei digitalen Bildern erwartet – etwa 160 Millionen Aufnahmen werden in der einen oder anderen Form den Weg aufs Papier finden.

Nicht nur am Monitor

Nur die „digitalen Einsteiger“ geben sich mit der Betrachtung auf dem PC-Monitor oder dem TV-Bildschirm beziehungsweise dem fallweisen Ausdruck auf dem eigenen Tintenstrahl- oder Fotodrucker zufrieden. Spätestens nach einem Jahr praktizierter Digitalfotografie, so zeigen Markterhebungen, will man auch „etwas Richtiges“ in der Hand haben.

Es wird mehr geknipst

Und das offenbar gleich in erstaunlichen Quantitäten: Durchschnittlich 70 Aufnahmen begehrte der Digitalfotograf im vergangen Jahr pro Auftrag von einem der großen Labors (CeWe Color), während sich der typische Analogfotograf mit nur 28 Abzügen begnügte. In Summe tippen die heimischen Digiknipser mit 300 Millionen „Klicks“ jährlich rund dreimal so oft auf den Auslöser wie ihre analogen Hobbyfreunde.

Professionelle Ausarbeitung oft unbekannt

Überraschend dabei ist, dass nur jeder zweite die professionelle Ausarbeitungsmöglichkeit über Internet und Handel überhaupt kennt. Letzterem haben wir deshalb in diesem Test unser Augenmerk gewidmet: Mit 15 digitalen Fotos auf CD „bewaffnet“ begehrten wir von 16 Anbietern Prints im Format 10 x 15 Zentimeter; zwei dieser Aufnahmen sollten darüber hinaus auf 20 x 30 Zentimeter vergrößert werden.

Auf CD gebrannt

Dabei entschieden wir uns – mit einer Ausnahme – für die „konventionelle“ Art der Auftragsübermittlung: Wir brannten die Motive auf CD und pilgerten damit in die Geschäfte der Foto-Handelsketten, Lebensmittel- und Drogeriediskonter sowie Foto-Fachgeschäfte. Dies scheint aus zwei Gründen angebracht: Zwar hat (a) noch lange nicht jeder PC-Besitzer eine Digitalkamera, aber so gut wie jeder Digitalfotograf einen PC und damit die Möglichkeit, die Aufnahmen von seinem Foto-Speichermedium auf CD zu übertragen – was sich (b) mit Hinblick auf die Datensicherheit ohnehin dringend empfiehlt.

Internet selten genutzt

Lediglich einem Anbieter (Happy Foto) übermittelten wir die Daten via Internet, da dieser über keine Zweigstellen verfügt. Bei allen anderen verzichteten wir darauf: Nicht zuletzt deshalb, weil vor allem für Anwender mit herkömmlicher Modem-Anbindung an das Internet die Übertragung derart großer Dateien eine arge Geduldsprobe darstellt und somit bei zeitabhängiger Internet-Abrechnung auch zu erheblichen Kosten führen kann. Außerdem wollten wir einfach wissen, was „vor Ort“ passiert.

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Bild: VKI