Digital-TV: HD-Signal

Mitsenden verschiedener Optionen

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KONSUMENT 8/2011 veröffentlicht: 18.07.2011

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"Angeblich ist es möglich, dass TV-Sender den neuen HDTV-Festplattenrecordern Befehle mitschicken. Können Sie mir dazu Genaueres mitteilen?" - In unserer Rubrik "Tipps nonstop" stellen Leser Fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Paul Srna.

Paul Srna (Bild: Vki) 
Paul Srna

"Angeblich ist es möglich, dass TV-Sender den neuen HDTV-Festplattenrecordern Befehle mitschicken, die das Überspringen von Werbung verhindern oder sicherstellen, dass die Aufnahme nur sieben Tage lang zum Anschauen zur Verfügung steht. Können Sie mir dazu Genaueres mitteilen?"

Das ist bereits Realität, auch wenn es noch nicht oft angewendet wird. Es ist tatsächlich vorgesehen, verschiedene Optionen mit dem HD-Signal mitzusenden, um beispielsweise das digitale Aufzeichnen zu verhindern. Das Verfahren heisst HDCP (High bandwidth Digital Content Protection) und ist ein digital leicht zu ver­wirklichendes Mittel, Inhalte in ihrer Verbreitung und Vervielfältigung zu beschränken und zu kontrollieren – und damit auch zu „vergebühren“.

Teilweise sind solche Einschränkungen ja bereits mit der Einführung von digitalem Fernsehen und HDMI als Verbindung zwischen Abspielgerät und HD-Bildschirm realisiert. Der Grund für solche Maßnahmen ist in vielen Fällen eine Kosten­überlegung, da sich die Lizenzgebühren für die Ausstrahlung von Filmen oder Sportübertragungen unter anderem nach der Zahl der erreichbaren Teilnehmer und der Anzahl der Wiederholungen richten.

Aus ähnlichen Gründen werden auch Aufzeichnungen auf Festplatte so kodiert, dass die Wiedergabe nur über ein Gerät möglich ist. In einigen Fällen kann aber über den analogen Anschluss in geringerer Qualität archiviert werden.

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