DVD-Player

Kino total

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Konsument 2/2000 veröffentlicht: 01.02.2000

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  • Spitze in Bild und Ton
  • Das Rundherum ist teuer
  • Die Preise werden fallen

DVD – das ist ein Versprechen: Wiedergabe von Kinofilmen im Patschenkino in bisher unbekannter Qualität. Einfach von einer kleinen Scheibe, wie man sie als Audio-CD oder CD-ROM schon länger kennt. Aber welch ein Unterschied – auch zum herkömmlichen Videoband! Bis zu acht Stunden Film lassen sich auf einer DVD unterbringen, der dazugehörige Ton in bis zu acht Sprachen wiedergeben, Untertitel gar in bis zu 32 Sprachen, Filmaufnahmen, in denen der Betrachter die bevorzugte Kameraposition bestimmen kann (Sport), oder gar den Handlungsverlauf zu beeinflussen vermag (Spielfilm).

Für den Cineasten

Aber braucht man das auch? Nein, DVD ist nichts für den raschen Film-Verschlinger, sondern etwas für den cineastischen Genießer. Und der darf sich tatsächlich auf schon geschilderte Features freuen, sofern – und das ist eine erhebliche Einschränkung – der Produzent der jeweiligen DVD das technische Potenzial dieses Mediums auch ausgenützt hat. Denn weit mehr als beim Videoband und der dahinter stehenden Technologie hängt der DVD-Genuss von den Ambitionen, Fähigkeiten und dem investierten Aufwand des Herstellers eines DVD-Titels ab. DVDs sind ungleich aufwendiger zu produzieren, und deshalb nimmt es nicht wunder, dass bei weitem nicht alle Hersteller alle Möglichkeiten nutzen. Und dennoch scheint – selbst bei „Spar-DVDs“ – eines gewiss: Die Bildqualität wird von keinem Videoband erreicht, was allein schon Grund für manchen Filmfreund sein mag, den höheren Preis dieses Mediums (und die Aufwendungen für ein entsprechendes Wiedergabegerät) in Kauf zu nehmen: Kauf-Videos gibt es für durchschnittlich etwa 280 Schilling, in der DVD-Version muss man für den selben Film meist zwischen 350 und 500 Schilling auf den Tisch blättern.

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