DVD-Recorder

Der Umschwung

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Konsument 1/2007 veröffentlicht: 11.12.2006

Inhalt

  • Deutliche Qualitätsverbesserung
  • Preise stark gesunken
  • Die meisten haben auch eine Festplatte

Qualität hat sich verbessert

Jetzt ist die Heimvideo-Welt wieder weitgehend in Ordnung: Nach einem eklatanten Qualitätseinbruch bei vielen DVD-Recordern im vergangenen Jahr hat sich der Markt offenbar erfangen, sind die Produkte auf „gutes“ Qualitätsniveau zurückgekehrt; durchaus beachtlich, wenn man bedenkt, dass im Test 12/2005 – nach einem relativen Hoch in der Mitte des vergangenen Jahres – die Hälfte der Kandidaten nicht über ein „durchschnittliches“ oder gar nur „weniger zufriedenstellendes“ Ergebnis hinauskam.

90 Prozent mit Festplatte

Die zweite Auffälligkeit: Die Zahl der DVD-Recorder mit integrierter Harddisc (DVD-HDD) ist rasant gestiegen. Hielten sich diese beim letzten Test mit den Nur-DVD-Geräten zahlenmäßig noch die Waage, rotiert heute bereits in 90 Prozent der Recorder eine Festplatte mit Kapazitäten von 80 bis 250 Gigabyte – genug, um 34 bis 142 Stunden in Standardqualität aufzuzeichnen, ohne einen DVD-Datenträger bemühen zu müssen. Man könnte also bis zu sechs Tage non-stop aufnehmen.

Preisniveau gesunken

Und noch eine gute Nachricht: Das Preisniveau der Geräte mit Festplatte ist von durchschnittlich 560 auf 380 Euro gesunken. Freilich mit einer erheblichen Bandbreite von 257 Euro (Sony RDR-HX520) bis 715 Euro für den Testsieger Panasonic DMR-EX95V, der allerdings einen integrierten VHS-Recorder – etwa zum direkten Überspielen der alten Bänder auf DVD-Scheibe – mitbringt.

Abwarten hat sich gelohnt

Unterm Strich war also unser Ratschlag im letzten einschlägigen Test „Möglicherweise lohnt es sich abzuwarten“ wohl zielführend – wer sich jetzt in die Reihe der DVD-Recorder-Besitzer einordnen möchte (bislang rund acht Prozent der heimischen Haushalte), findet dafür gute Voraussetzungen. Was aber erwartet den Interessenten?

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Kommentare

  • Theorie und Praxis 2
    von Mag Zirnig am 20.02.2010 um 01:13
    Ein Digitaltuner (z.B. DVB-T) kann ein Nachteil bei der Bedienung sein, wenn man ihn nicht braucht (weil man z.B. über einen Kabelanbieter oder über SAT- Box empfängt). Dann werden nämlich die vorderen Senderspeicherplätze für die digitalen Kanäle reserviert, auch wenn kein Signal anliegt, und stehen für die empfangenen Kanäle nicht zur Verfügung. Dadurch kann es auch zur doppelten Vergabe von Sendernamen kommen, z.B. ORF1 und ORF2 einmal für DVB-T, einmal für Kabel oder SAT, was beim Programmieren zu Verwechslungen und schwarzen Leeraufnahmen auf dem falschen Kanal führt. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Bei der Audiowiedergabe können auch die besten Recorder nicht mit dem Komfort einfachster Stereoanlagen mithalten (lange Reaktionszeiten, unübersichtliche Anzeige, umständliche Titelsuche, keine Zufallswiedergabe). Von der mäßigen Tonqualität der Flachbild-Fernseher als Ausgabemedium ganz abgesehen. Bei den Videofunktionen sind die DVD-Recorder hingegen externen Empfangsboxen (z.B. Digital-TV der Kabelanbieter) in Bezug auf Funktionsumfang und Bedienungsfreundlichkeit haushoch überlegen. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Eine vollständige Trennung von Stromnetz ist bei den Recordern nicht vorgesehen, damit vorprogrammierte Aufnahmen automatisch gestartet werden können. Panasonic, Sony und LB bieten einen Stromsparmodus, der aber seine Tücken hat: das Signal einer externen Empfangsbox wird dann nicht durchgeschleift und bei Panasonic werden die Reaktionszeiten größer. Zur Beschleunigung gibt es zwar einen Schnellstartmodus, der aber wiederum mehr Standby-Strom braucht, und damit beißt sich die Katze in den Schwanz.
  • Theorie und Praxis 1
    von Mag Zirnig am 20.02.2010 um 01:09
    Festplattenrecorder sind eine feine Sache. 250 GB Speicherplatz sollten es aber schon sein, denn die sind schneller verbraucht als man denkt. Die Spielzeit von Filmen, mit denen der Speicherplatz gerne beworben wird, ist nur ein theoretischer Wert. Nimmt man 90-Minuten in der höchsten Qualitätsstufe auf, verbraucht man schon drei Stunden Speicherplatz, bei Serien lässt man vielleicht mehrere Folgen zusammenkommen, bevor man sie überspielt, manche Aufnahmen bleiben auf der Platte, weil sie mehrmals kopiert werden sollen, und überlange Filme (über 2 Std.) belässt man u.U. ganz auf der Festplatte, um sie nicht in schlechterer Qualität auf eine DVD quetschen zu müssen. Auch beim Vorausprogrammieren von TV-Sendungen im Sommerurlaub kann man gar nicht genug Speicherplatz haben, zumal bei Privatsendern wegen der unverlässlichen Beginnzeiten und der langen Werbeblöcke immer Zeitpolster dazuprogrammiert werden müssen. Um die Festplatte nicht vorzeitig zu verschleißen, werden ebenfalls Platzreserven empfohlen, damit nicht 90% als Dauerspeicher belegt sind und nur auf den restlichen 10% immer neu aufgenommen wird. -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Über die Qualitätsstufe der Eigenaufnahmen sollte man sich schon vor dem Aufnehmen den Kopf zerbrechen, denn jede nachträgliche Änderung der Aufnahmequalität ist mit einem zeitaufwändigen Rechenvorgang verbunden, sprich der Film oder die Sendung wird vom Recorder ganz neu aufgenommen. Die Überspielzeit entspricht dann ungefähr der Abspielzeit des Filmmaterials. Aus Zeitgründen sollte man also nachträgliche Änderungen vermeiden (geringere Qualität, um Platz zu sparen, oder höhere, weil die Aufnahme geschnitten wird und man Qualitätsverluste beim Überspielen in gleicher Stufe vermeiden will). Gut, wenn der Recorder eine Funktion zum reinen Kopieren der Videodaten hat (Panasonic nennt sie "High-Speed-Kopieren"), denn dann sind 90 Minuten Abspielzeit in Standardqualität innerhalb von 15-20 Minuten überspielt. Allerdings hat das - zumindest beim Testsieger DMR-EX95V - den Nachteil, dass das kurze Einfrieren des Bildes an Schnittstellen, wo Werbung entfernt wurde, erhalten bleibt (bei der internen Neuaufnahme verschwindet dieser Effekt). -.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.- Von DVD auf Festplatte zu überspielen, ist grundsätzlich möglich, aber nicht bei allen DVD-Typen. Beim Überspielen (als Neuaufnahme) geht das nur von DVD-RAMs oder DVD+RW/-RWs aus, beim schnellen Kopieren nur von DVD-RAM. Bei den DVD+R/-R-Formaten und den Zweischicht-DVDs mit doppelter Spielzeit muss man auf den PC ausweichen, will man seine Eigenaufnahmen auf ein anderes Medium kopieren. DVD-RAM erhöht also den Bedienungskomfort.
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