Fotografieren: Tierfotografie

Auf Fotopirsch

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KONSUMENT 1/2014 veröffentlicht: 02.01.2014

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Vor der Kamera lassen sich Tiere nicht wie Menschen dirigieren. Der Tierfotograf hat vor allem mit dem Wesens- und Arttypischen der jeweiligen Spezies vertraut zu sein.

In der Menschenfotografie stehen die indi­viduellen Eigenheiten der abzubildenden Person im Vordergrund, in der Tierfotografie dagegen die Wesensmerkmale der jeweiligen Spezies. Ist das zu fotografierende Tier scheu oder zutraulich? Tag- oder nachtaktiv? Geruchssensibel oder -unempfindlich? Auf diese und ähnliche Fragen sollte der Tierfotograf eine Antwort wissen, und zwar idealerweise bevor er sich auf die Pirsch macht. Wer ein Tier vor die Kamera bekommen möchte, muss mit dessen Gepflogenheiten vertraut sein. Und diese Gepflogenheiten können mal eine größere, mal eine kleinere Herausforderung darstellen.

Ideale Bedingungen beim Foto von der Katze

Vergleichsweise leichtes Spiel hat, wer als Fotoobjekt seine Hauskatze auserwählt. In diesem Fall muss der Fotograf nicht einmal vor die Haustür treten. Die Katze bringt den Tag mehr oder weniger mit Schlafen zu. ­Quasi ein statisches Objekt: Der Fotograf kann in aller Ruhe den geeigneten Standort beziehen, den optimalen Ausschnitt wählen, die richtige Belichtung einstellen. Ideale ­Bedingungen mithin. Ein Nachteil mag nur sein, dass bei der Katze Anweisungen in der Art wie „Schau bitte einmal zu mir“ nichts fruchten. Andererseits: Im Unterschied zum Menschen neigt die Katze auch nicht zu ­kapriziösem Verhalten.

Geduld und schnelle Reaktion

Tiere in freier Wildbahn stellen den Fotografen schon vor eine größere Herausforderung, oft genug auf eine harte Geduldprobe. Die Kamera umgehängt und im Anschlag sitzt er vor einem Loch in der Erde, schon seit Stunden. Immer darauf hoffend, dass die Wühlmaus einmal ihr Köpfchen herausstreckt. Geschieht das, plötzlich und ohne große Vorankündigung, darf der Fotograf vor allem eines nicht machen: zuwarten. Er hat vielmehr umgehend auf den Auslöser zu drücken. Andernfalls ist die Chance dahin. Denn die Wühlmaus, gewarnt, wird sich bestimmt nicht so bald wieder blicken lassen.


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