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Konsument 6/1999

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Konsument 6/1999 veröffentlicht: 01.06.1999

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Biobier

Trinken wie die Germanen


Schladminger und Hirter sprechen die Bio-Kundschaft an.

Bier haben schon die alten Germanen gebraut und dafür lediglich Wasser, Gerste, Hopfen und Hefe gebraucht. Eines der natürlichsten Getränke, das man sich vorstellen kann. Heute stimmt das nicht mehr unbedingt. Auch wenn das berühmte Reinheitsgebot anderes suggerieren mag. Der Einsatz von Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln beim Roh-stoffanbau, der Einsatz von Hopfenextrakten, die physikalische Behandlung zur Haltbarmachung, oder die Korrektur optischer oder geschmacklicher Mängel, sind in der modernen Massenproduktion selbstverständlich geworden. Jetzt scheint allerdings die Biowelle auch in der Brauereibranche zu einer Rückbesinnung auf die alten Traditionen zu führen. Als erste braute (eigenen Angaben zufolge) die Emmerberg-Bräu in Winzendorf (NÖ) ein Bio-Bier. Jetzt stoßen zwei größere Brauereien nach: Schladminger mit dem „Dachstein Naturbier“, die Brauerei Hirt mit „Hirter Biobier“. Braugerste und Hopfen kommen aus kontrolliertem biologischen Landbau, auch das Wasser gelangt unbehandelt von der Quelle in die Herstellung. Beide Produkte tragen das Biozeichen „Ernte für das Leben“ und werden von der staatlich autorisierten Biokontrollstelle „Austria Biogarantie“ kontrolliert. Wie Bio-Bier schmeckt? Da scheiden sich die Geister. Interessierte sollten am besten selbst testen, was allerdings zur Zeit nur beschränkt möglich ist. Die Biobiere werden derzeit hauptsächlich in der angestammten Region angeboten: Hirter in Kärntner Spar-Märkten, Schladminger in den Spar-Filialen der Steiermark, aber auch bei Interspar Wien Simmering und SCS Vösendorf.


Sony Digital 8-Camcorder

Brücke zwischen alter und neuer Welt


Mit dem Digital 8-System kann das alte Filmarchiv weiterverwendet werden.

Passionierte Hobbyfilmer, die einmal mit digitaler Bildqualität Bekanntschaft gemacht haben, haben mit ihren alten analogen Camcordern keine rechte Freude mehr. Andererseits werden sie ihr Archiv alter Aufnahmen nicht gleich auflassen. Sony hat nun ein neues Videoformat entwickelt, mit dem sowohl analoge wie digitale Videocassetten verwendet werden können. „Digital 8“ baut auf dem Hi 8-Standard auf und ist abwärtskompatibel, das heißt, auch Hi 8- oder Video 8-Aufnahmen können im neuen Digital-Camcorder abgespielt werden. Das geht, weil die Videoköpfe für die Wiedergabe analoger und digitaler Videosignale ausgelegt sind. Für Benützer des VHS-Systems gibt es diese Umstiegsmöglichkeit nicht, da die Cassettenformate unterschiedlich sind.
Zum Aufnehmen werden Hi 8-Cassetten verwendet – ein nicht unbeträchtlicher Preisvorteil gegenüber DV-Camcordern, denn DV-Cassetten sind wesentlich teurer als Hi 8-Bänder. Die unterschiedliche Bandlaufgeschwindigkeit bedingt allerdings eine Verkürzung der Aufnahmedauer. Ein 30-Minuten-Band reicht also nur für eine Digitalaufnahme von 20 Minuten. Auch der Gerätepreis ist im Vergleich zu anderen digitalen Camcordern moderat. Das billigste Digital 8-Modell gibt es bereits ab 12.000 Schilling.
Alte analoge Aufnahmen können nicht nur abgespielt sondern auch bearbeitet werden. Der eingebaute Analog/Digital-Wandler sorgt dafür, daß analoge Aufnahmen digitalisiert und verlustfrei (im Schnittgerät oder PC) weiterverarbeitet werden können. Damit stehen die selben Möglichkeiten offen wie für digitale Aufnahmen – beispielsweise das Versenden eines Standbildes aus alten Video 8-Beständen per E-mail.

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