Soundbars

Schwachbrüstige Solisten

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KONSUMENT 10/2011 veröffentlicht: 21.09.2011

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Kompakte Lautsprecherleisten sollen eine Surround-Anlage ersetzen. Doch ein echter Raumklang will sich keiner der getesteten Anlagen einstellen.

Die Revolution des LCD-Fernsehers bescherte Österreichs Haushalten ein bisher ungeahntes Kinoerlebnis in den eigenen vier Wänden. ­Brillante Bilder im 16:9-Format flimmern aus dem optisch aufgepeppten Designer-TV – und das womöglich auch noch in 3D.

Einziger ­Wermutstropfen: Während der Actionheld aus Hollywood ganze Städte dem Erdboden gleichmacht, scheppert es nur schwach­brüstig aus den eingebauten TV-Boxen. Wenn es um den Sound geht, zeigen die flachen Schirme ihre Schwäche. Die schlanke Silhouette raubt dem Gerät das nötige Volumen für satte ­Klänge und bringt somit getrübte Stimmung in den privaten Kinosaal.

Lautsprecherleiste über oder unter dem TV-Gerät

Abhilfe schaffen sogenannte Surround-Boxen, die – im Zimmer verteilt – für den entsprechenden Raumklang sorgen. Fünf oder sieben Lautsprecher im Wohnzimmer plus die dazugehörigen Kabel sind jedoch nicht jedermanns Sache. Viel ­ästhetischer und weniger platzraubend ist ein Soundbar (engl. bar = Block). Dabei handelt es sich um eine längliche Lautsprecher­leiste, die über oder unter dem TV-Gerät ­platziert wird und – so die Hersteller – einen Surround-Sound imitieren soll.

Kein Raumklang

Ein gewagtes Versprechen. Bei einem Test der Stiftung Warentest konnte nämlich keines der Geräte vollends überzeugen. Selbst der Yamaha YHT-S400, der bei den Hörtests noch am besten abgeschnitten hatte, schaffte im Surround-Vergleich keine bessere Bewertung als „durchschnittlich“. Lediglich das Modell Cinebar 50 von Teufel konnte dieses Urteil in puncto Surround-Klang auch noch erreichen.

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