Spiegelreflexkameras

Gewichtige Vorteile

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Konsument 6/1999 veröffentlicht: 01.06.1999

Inhalt

  • Eine Bildqualitätsklasse für sich
  • Die Autofocussysteme sind ausgereift
  • Trotz Automatik gibt’s Platz für Individualität


Gemessen an den Verkaufszahlen der Sucher- oder Kompaktkameras („Konsument“ 4/99) ist die Marktbedeutung von Spiegelreflexkameras gering. Die verbleibenden kaum zehn Prozent der Kunden sind freilich anspruchsvoll, weshalb die Hersteller gerade hier zeigen, welches Potential in ihren technischen Abteilungen steckt. Die Ergebnisse können sich in jeder Hinsicht sehen lassen, wie auch ein Test der Stiftung Warentest bestätigt, die sich eine Auswahl aus dem kleinen, aber feinen An-gebot vors kritische Auge genommen hat.
Mögen die Kompakten noch so leicht und handlich sein – die gestochen scharfen Aufnahmen der Spiegelreflexkameras machen diese zu einer Klasse für sich, weshalb die beiden Kameraarten auch nicht direkt vergleichbar sind. Während die einen vorwiegend Schnappschüsse fürs Familienalbum liefern, genügen die anderen auch gehobenen, künstlerischen Ansprüchen.
Neben der lichtstarken, hochwertigen Optik leistet dazu vor allem die Bauart ihren Beitrag: Anders als bei den Kompaktkameras, bei denen Objektiv und Sucher zwei räumlich getrennte Bausteine sind, befindet sich bei den Spiegelreflexkameras zwischen dem Kameraverschluß und dem Filmstreifen ein schräggestellter Spiegel, der den Blick vom Sucher direkt durch das Objektiv auf das aufzunehmende Motiv lenkt. Die auch hierzulande bekannte englische Bezeichnung SLR (Single Lens Reflex) meint genau diesen direkten Blick durch die Optik. Und weil wir gerade dabei sind: What you see is what you get. Das heißt, sobald man auf den Auslöser drückt, klappt der Spiegel weg und der gewählte Bildausschnitt wird exakt aufs Filmmaterial gebannt.
Neben dem lichtdichten Gehäuse zählt das Objektiv zu den wichtigsten Bestandteilen eines Fotoapparats. Bei der Mehrzahl der Spiegelreflexkameras kann der Benützer das Objektiv mit wenigen Handgriffen austauschen (Wechseloptik) und die Kamera so für spezielle Anwendungen umrüsten (Tele-, Makroaufnahmen, Weitwinkel- oder Zoomobjektiv usw.).

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