TV-Geräte: Gelbe Karte

Röhrengeräte sind billiger

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Konsument 5/2008 veröffentlicht: 14.04.2008

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  • Immer noch Qualitätsmängel
  • Preise geben nicht nach
  • Neue Features im Kommen

Schlechtere Urteile, höhere Preise

Fast trauen wir uns schon nicht mehr, es zu schreiben. Dennoch muss es um der oft ungeliebten Wahrheit willen sein: Verglichen mit den Testergebnissen in Heft 12/2007 haben sich die Gesamturteile für Flachbildschirm-TVs erneut verschlechtert. Brachte es vor einem halben Jahr immerhin noch rund ein Viertel der Kandidaten auf ein „gutes“ Ergebnis, schafft das jetzt nicht einmal jeder sechste Prüfling. Mit einem durchschnittlichen Preis von 1.400 Euro, über alle Bildschirmgrößen, -technologien und Qualitätsstufen gerechnet, sind sie sogar um rund 300 Euro teurer geworden als ihre Kollegen im letzten Test: 1.130 Euro kostet heute ein Gerät mit 32/37 Zoll Bildschirmdiagonale im Schnitt; 1.670 Euro eines mit 40/42 Zoll Diagonale.

"Größenwahn"

Hersteller und Handel setzen also, so scheint es, auf die ungebrochene Lust des Konsumenten auf „Großes“ und reizen diese aus. Das erwartete Absatzplus aus Anlass der Fußball-EM mag seinen Anteil daran haben. Zwar wird man bei der Mehrzahl der Geräte nicht beurteilen können, ob der Ball jetzt auf oder doch schon knapp hinter der Torlinie war (denn nur drei Geräte bringen es im Punkt „Bewegungsunschärfe“ auf ein „sehr gutes“ Testurteil), dafür sieht man aber das, was man nicht sieht, deutlich größer.

Zynisch? Mag sein. Aber dort, wo der Konsument Gefahr läuft, mehr als den durchschnittlichen Monatslohn eines Arbeiters oder Angestellten für eine bei Weitem noch nicht perfekte Technologie auszugeben, sei dies gestattet; es bleibt Ihnen natürlich unbenommen, sich jetzt schon der Minderheit der Flachbild-TV-Konsumenten anzuschließen.

 

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Bild: VKI