Akkus

Ganz schön geladen

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KONSUMENT 9/2014 veröffentlicht: 27.08.2014, aktualisiert: 02.09.2014

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Akkus haben ihren großen Schwachpunkt – die Selbstentladung – überwunden. Damit geraten Einwegbatterien eindeutig ins Hintertreffen.

Wir haben zwei Akku-Typen getestet. In der Testtabelle finden Sie:

Micro AAA HR03 Akkus

  • Ansmann: 800 Akku max e
  • Conrad Energy: Rechargeable Endurance 1000 mAh
  • Energizer: Recharge Extreme 800 mAh
  • GP: ReCyko+ 800 mAh
  • Heitech: Hei Energy Akku 800
  • Panasonic: Rechargeable Evolta 900 mAh
  • Sanyo: Eneloop High capacity XX 900 mAh
  • Varta: Rechargeable Accu 800 mAh Toys

Mignon AA HR6 Akkus

  • Ansmann: Typ 2500 Akku max e
  • Conrad Energy: Rechargeable Endurance 2500 mAh
  • Energizer: Recharge Extreme 2300 mAh
  • GP: ReCyko+ 2500 mAh
  • Heitech: Hei Energy Akku 2000
  • Panasonic: Rechargeable Evolta 2450 mAh
  • Sanyo: Eneloop High capacity XX 2450 mAh
  • Varta: Rechargeable Accu 2400 mAh Toys

Getestet wurden die Anfangskapazität, die Kapazitätsverluste (durch Normalladung, Schnellladung, Lagerung, Selbstentladung und Überladung), die Deklaration der Akkus sowie der Gehalt von Schwermetallen. 

Außerdem wurden vier intelligente Ladegeräte geprüft, welche die Energielieferung stoppen, sobald der Akku voll geladen ist.

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.


Akkus sind im Unterschied zu Batterien wiederaufladbar, sie schonen Umwelt wie auch Geldbörse. Diesen Leitsatz haben sich wohl die meisten von uns irgendwann zu Herzen genommen und sich mit Mignon- oder Micro­zellen sowie einem Ladegerät eingedeckt. Doch spätestens beim dritten Mal, wenn eine Taschenlampe oder eine Fernbedienung bereits ein, zwei Wochen nach dem Aufladen des Akkus schon wieder streikte, sind viele reumütig zu den guten alten und umweltschädlichen Batterien zurückgekehrt. Denn bei denen wusste man wenigstens, dass sie auch dann über Jahre halten, wenn sie nur wenig genutzt werden, wie das zum Beispiel bei einer Fernbedienung der Fall ist – man braucht sie täglich, aber der Strom­bedarf ist minimal.

Noten von 1 - 3 vergeben

Doch das war einmal. Seit einigen Jahren ist eine neue Generation von Akkus auf dem Markt, bei denen die vorher so störende Selbst­entladung stark reduziert werden konnte. Ein Test, den die Stiftung Warentest kürzlich durchgeführt hat, belegt die guten Eigenschaften der „Neuen“ eindrucksvoll: Die schlechteste Bewertung lautet „durchschnittlich“.

Pionier Sanyo im Auslaufen

Vorreiter war das japanische Unternehmen Sanyo, das bereits im Jahr 2005 den Akkutyp Eneloop einführte. Mittlerweile wurde Sanyo von Panasonic aufgeschnupft. Der Name ­„Sanyo“ wird in Kürze gänzlich vom Markt verschwinden, „Eneloops“ werden künftig unter der Marke Panasonic angeboten. In der Zwischenzeit hat die Konkurrenz den Pionier längst überholt, die besten Ergebnisse im Test – nimmt man Mignon (AA)- und Microzellen (AAA) zusammen – lieferten nicht die renommierten Marken, sondern die kleine Mönchengladbacher Firma Heitech und die zuletzt stark wachsende GP aus Hongkong. Akkus von Heitech sind derzeit nur online über den Öko-Anbieter waschbaer.at erhältlich.

Keine einheitliche Bezeichnung

Leider gibt es für die neuen Akkus keine einheitliche Bezeichnung. Logisch wäre „geringe Selbstentladung“ oder englisch „low self discharge“, kurz LSD, aber dieses Kürzel hat sich, aus welchen Gründen immer, nicht durchgesetzt. Am ehesten findet man die Aufschrift „ready to use“ auf den Akkus, was darauf abstellt, dass sie dank der neuen Technologie in aufgeladenem Zustand verkauft werden können und damit sofort ­verwendbar sind, weil sie sich bei langer ­Lagerung weit weniger schnell als ihre Vorgänger selbst entladen. Auch „ready for ­power“, „direct energy“ oder „pre-charged“ meint dasselbe.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Varta Rechargeable Accu 800 mAh Toys, GP ReCyko+ 800 mAh, Heitech Hei Energy Akku 800, Ansmann 800 Akku max e, Conrad Energy Rechargeable Endurance 1000 mAh, Energizer Recharge Extreme 800 mAh, Sanyo Eneloop High capacity XX 900 mAh, Panasonic Rechargeable Evolta 900 mAh, GP ReCyko+ 2000 mAh, Heitech Hei Energy Akku 2000, Panasonic Rechargeable Evolta 2450 mAh, Conrad Energy Rechargeable Endurance 2500 mAh, Sanyo Eneloop High capacity XX 2450 mAh, Ansmann Typ 2500 Akku max e, Energizer Recharge Extreme 2300 mAh, Varta Rechargeable Accu 2400 mAh Toys

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Wertung: 4 von 5 Sternen
15 Stimmen

Kommentare

  • Akkutest
    von REDAKTION am 01.09.2014 um 16:54

    Wenn es beim Ladegerät keine Wahlmöglichkeit gibt, kann man ohnehin nichts machen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie sich daher für ein Ladegerät entscheiden, das beide Möglichkeiten vorsieht. "Normalladung" erfolgt mit etwa 200 mA, Schnellladung mit 500 oder mehr.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Akkutest Heft 9/2014
    von gws1 am 31.08.2014 um 22:05
    An Konsument. Online am 31.08.2014. Betr.: Akkus HR6. Sie schreiben in Ihrem Testbericht: Die größten Schwächen zeigten sich bei der Schnellladung. Besser ist es, den Akku langsam und mit niedrigem Ladestrom zu laden. Meine Fragen: Woher weiß der Normalverbraucher, ob sein bestehendes Ladegerät für Schnell- oder Langsamladung konzipiert ist? Was ist ein niedriger Ladestrom bei HR6-Akkus? 100 mA? 500 mA?
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