Amazon Prime

Mangelnde Informationen

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KONSUMENT 4/2014 veröffentlicht: 27.03.2014, aktualisiert: 02.12.2014

Inhalt

"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um mangelnde Informationen durch den Dienst von Amazon Prime (nicht in Österreich verfügbar).

Update der Redaktion: seit 20. November 2014 ist Amazon Prime auch in Österreich verfügbar!
Lesen Sie dazu: Amazon Prime 11/2014

Schon Tage vor dem Start des neu gestalteten Prime-Service von Amazon wurde er groß beworben und die Kunden wurden zur kostenlosen Testmitgliedschaft eingeladen. Wer schnell genug war, dem schenkte Amazon obendrein 20 Euro, indem die erste Jahresgebühr nur 29 statt 49 Euro betrug.

Express-Lieferoption nur in Deutschland verfügbar

Wenn man als österreichischer Kunde früher schon einmal versucht hatte, Amazon Prime zu nutzen, dann wusste man bereits, dass wir hierzulande bisher vergeblich auf die Express-Lieferoption gewartet haben, weil sie lediglich innerhalb Deutschlands verfügbar war und ist. Diesbezüglich sind wir ja schon Kummer gewöhnt (siehe auch Hindernisse im Binnenmarkt 1/2014).

Online-Streaming ebenfalls nur aus Deutschland möglich

Das nunmehrige Prime-Zusatzangebot des unbeschränkten Streamings von Filmen und Serien ließ jedoch wieder Hoffnung aufkeimen, denn schließlich kennt das Internet keine Grenzen – oder etwa doch? Leider steckt der zu Amazon gehörende Video-on-Demand-Anbieter Lovefilm.de dahinter, der bisher ebenfalls nur Lizenzen für den deutschen Markt hat. Grenzüberschreitendes Streaming ist nicht im Angebot.

Deutlicher Hinweis auf Länderbeschränkung fehlt

Mit all dem könnten wir zähneknirschend leben (und auf baldige Änderung hoffen), wenn Amazon in der Lage wäre, direkt bei der Werbung für den Prime-Service deutlich auf die Beschränkung auf Kunden mit Wohnsitz in Deutschland hinzuweisen. Die findet man aber nur durch gezielte Suche und mehrmaliges Klicken quer durch die Nutzungsbedingungen. So durchläuft man trotz österreichischer Lieferadresse mühelos die Anmeldeprozedur und wird dann maßlos enttäuscht. Da in der Werbung der deutliche Hinweis darauf fehlt, dass Kunden aus Österreich das Angebot nicht im beworbenen Umfang nutzen können, klagt der VKI Amazon wegen irreführender Geschäftspraxis. - Lesen Sie auch unseren Artikel Amazon: manipulierte Rezensionen 7/2014

 

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Kommentare

  • Bauernfängerei in vielen Spielarten ...
    von NETclub50plus am 31.03.2014 um 12:49
    Das (in Wahrheit für AT nicht existente) PRIME-"Angebot" war nur eine davon. Weitere: FALSCHE VERSANDKOSTEN. Die Angabe der Versandkosten auf den Produktseiten erfolgt nur für DE, auch wenn man von AT aus eingeloggt ist. Begründung Support: Es könnte ja theoretisch sein, dass man gerade in Österreich sitze aber nach Deutschland liefern lasse. Ausrede. ÜBERHÖHTE VERSANDKOSTEN: Dies trifft auf den Marketplace, also das Händlerportal zu. Hier tummeln sich unzählige Schwarze Schafe: Ich wollte dereinst 5 SD-Karten (Gewicht rund 4 dkg) um zusammen 25 Euro bestellen - die "Versand"kosten aus DE hätten über 70 Euro ausgemacht. Körberlgeld und Wettbewerbsverzerrung - Amazon reagiert nicht. KEINE LIEFERUNG NACH AT: Unlängst mühsam einige Hemden herausgesucht - erst an der Kassa erfährt man, dass der Händler gar nicht nach AT liefert ("Es ist ein kleines Problem aufgetreten...") bei eBay steht das schon auf der Produktseite. Zeitverschwendung. DEAL IN: Prinzipiell kann man bei Amazon erstandene Bücher etc. wieder an Amazon zurückverkaufen. Das schafft Platz in den Regalen und füllt das Budget wieder (etwas) auf. Hat man das Prozedere durchlaufen und fleißig alle Artikel eingetragen, von denen man sich trenen will, heißt es: "Für Kunden aus Österreich leider nicht verügbar". LIEFERZEITEN: Diese haben sich nach AT mehr als verdoppel, teilweie verdreifacht. Wer kein "Prime" hat (und dafür bezahlt), muss halt warten nur gibt es für AT halt kein "Prime", sondern nur die sünd-teure "Expresszustellung". Die Liste ließe sich nahezu beliebig fortsetzen. Die meisten dieser Probleme wären selbst von einem mittelmäßigen Programmierer in Wochenfrist zu lösen und würden für Transparenz sorgen. Diese scheint aber bei Amazon unerwünscht, das schließlich ich aus den jeweiligen Antworten des Supports.
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